Stegemann/Färber

Bienen- und Insektenschutz trägt zur Ernährungssicherung bei

Die Bestäubungsleistung der Insekten ist zentral für die Landwirtschaft, sagen Albert Stegemann und Hermann Färber von der CDU/CSU-Fraktion.

Insekten wie Bienen, Schmetterlinge und Schwebfliegen sind für das Ökosystem unverzichtbar. Rund ein Drittel der landwirtschaftlichen weltweiten Pflanzenproduktion hängt von der Bestäubung ab, betonen der agrarpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Albert Stegemann, und der zuständige Berichterstatter für Insektenschutz, Hermann Färber.

"Der Insektenrückgang stellt die Landwirte vor große Herausforderungen. Neben einer veränderten Landnutzung tragen globale Flächenversiegelungen, Klimaveränderungen, längere Trockenperioden, eine Zunahme des Verkehrs, Windkrafträder und eine verstärkte Lichtverschmutzung zum Rückgang bei", so Stegemann. Zur Ursachenforschung befinde sich derzeit ein umfassendes nationales Monitoring im Aufbau. Gleichzeitig gelte es, mit gezielten Maßnahmen zu handeln, "denn für die Sicherung der Welternährung sind wir auf nützliche Insekten angewiesen", so der Politiker.

Die Landwirtschaft mache dabei ihre Hausaufgaben. So beinhalte die Ackerbaustrategie des Bundesagrarministeriums ein Leitbild für eine verstärkte Biodiversität bei geringerem Pflanzenschutzmitteleinsatz. Durch eine entsprechende Förderung müssten Biogasanlagen ein Hotspot für Blühmischungen werden, wünscht sich die Union.

Bei der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln bewertet laut Stegemann ein eigenes Institut für Bienenschutz, das am Julius Kühn-Institut angeschlossen ist, die Gefährlichkeit für Bienen, untersucht Bienenvergiftungen und treibt die Forschung zum Bienenschutz voran. "Außerdem fördern das Landwirtschafts- und Umweltministerium gemeinsam mit Landwirtschaftsverbänden und Wissenschaft das Projekt 'Für Ressourcen, Agrarwirtschaft & Naturschutz mit Zukunft' (F.R.A.N.Z.). Diese Projekte zeigen in vielen Regionen Deutschlands, wie sich Artenschutz und Landwirtschaft vereinen lassen."

Und Hermann Färber ergänzt: "Die Förderung der Biodiversität sollte für uns alle bei diesem Thema an erster Stelle stehen. Auf europäischer Ebene gibt es wesentliche Maßnahmen, die dem Ziel der biologischen Vielfalt und damit dem Insektenschutz dienen. Bereits heute gibt es in der 'Gemeinsamen europäischen Agrarpolitik' (GAP) zahlreiche Elemente zugunsten der biologischen Vielfalt wie etwa die Greening-Maßnahmen der EU-Agrarförderung. Diese werden bei der jetzigen Reform durch den Baustein der 'Grünen Architektur' intensiviert und ausgebaut."

Dazu gehört laut Färber die Förderung von Blühstreifen, Ausgleichsflächen oder Heckenpflanzungen. Auch der europäische 'Green-Deal' und der dazugehörige Part der 'Farm-to-Fork'-Strategie verfolgten diesen Zweck.

Die Redaktion empfiehlt

Bundesumweltministerin Schulze drückt beim geplanten Insektenschutzgesetz aufs Tempo. Sie legt vor allem Wert auf einen besseren Schutz von artenreichem Grünland und Streuobstwiesen.


Diskussionen zum Artikel

von Wilhelm Grimm

Und das Landvolk Niedersachsen

sollte diesen Leitfaden zur Vernichtung der deutschen Landwirtschaft auch lesen.

von Wilhelm Grimm

Mein Gott, Herr Stegemann: Setzen 6 !

Sie brauchen doch nur die Rede der Ministerin Schulze lesen, da sind alle Argumente zur Vernichtung der deutschen Landwirtschaft zu studieren.

von Albert Maier

Stuss!

"Die Förderung der Biodiversität sollte für uns alle bei diesem Thema an erster Stelle stehen..." Selten so einen Stuss gehört! Beim grünen Denk wird Biodiversität zum Selbstzweck, je mehr desto besser.

von Andreas Gerner

"Diese Projekte zeigen in vielen Regionen Deutschlands, wie sich Artenschutz und Landwirtschaft vereinen lassen."

Das ist nur die halbe Wahrheit. Schon immer ist die Landwirtschaft mit dem Artenschutz vereint. Aber die Politik nicht. Das Beizverbot in Raps ist ein massiver Angriff auf die Artenvielfalt. Die ungebremste Flächenversiegelung vernichtet jeden Tag 70 ha Lebensraum. Nach wie vor steigt ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Mein Gott, Herr Stegemann.

Sie haben überhaupt noch nicht kapiert, dass wir Landwirte von den GRÜNEN in die grösste Eigentumskrise sei den Steinschen Reformen getrieben worden sind und täglich weiter getrieben werden. Und sie lenken mit ihren Bienen, von denen es heute mehr gibt als vor zehn Jahren von dieser ... mehr anzeigen

von Ahrend Höper

Setzen 6

sagt Herr Grimm! Eindeutig Recht hat Herr Grimm! Aber Herr Grimm, wenn Sie denn nun endlich Ihren größten Fehler eingesehen habe, ist es doch nie zu spät ihn zu korrigieren? Schicken Sie sofort und direkt Ihr Parteibuch mit der Kündigung nach Berlin ins Kanzleramt, denn diese ... mehr anzeigen

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