Bio-Kartoffelbauern in der Pfalz drohen 100 Prozent Ernteausfall

Die Kraut- und Knollenfäule zählt zu den wichtigsten Kartoffelkrankheiten. Der kleine Pilz verursacht weltweit Ernteeinbußen von etwa 20 %. Manche halten Phytophthora für die gefährlichste Pflanzenkrankheit überhaupt. Praktikerberichte zu den aktuellen Problemen sehen Sie hier im Video...

Phytophthora infestans - so heißt der Erreger der Kraut- und Knollenfäule, die zu den wichtigsten Kartoffelkrankheiten zählt. Der kleine Pilz verursacht weltweit Ernteeinbußen von etwa 20 %. Manche halten Phytophthora für die gefährlichste Pflanzenkrankheit überhaupt, denn der Erreger verbreitet sich so schnell, dass er binnen kürzester Zeit großen Schaden anrichten kann.

Feucht-warme Witterung begünstigt die Krankheit und kann zu Ertragsverlusten von 20 bis 40 % oder sogar zu Totalschaden führen. Die Behandlung mit Kupfer, die im Bio-Anbau bis zu einer bestimmten Grenze pro Hektar erlaubt ist, greift bei häufigen Niederschlägen nicht, weil das Kupfer sofort wieder von der Pflanze abgewaschen wird und damit wirkungslos bleibt. Andere Pflanzenschutzmittel, wie zum Beispiel das systemisch wirkende und komplett abbaubare Kaliumphosphonat, sind beim Bio-Anbau nicht erlaubt.

Die Ökobauern befinden sich aufgrund des dauerhaft feuchten Wetters im Frühjahr und Frühsommer 2016 in einer Zwickmühle. Entweder sie verlieren ihr Biosiegel oder die komplette Ernte. Praktikerberichte zu den aktuellen Problemen sehen Sie hier im Video von Food Culture Net:

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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