Niedersachsen

Biotopverbund Grasland ist „Ausgezeichnetes Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt“

Um Grünlandbiotope besser zu vernetzen, arbeiten verschiedene Akteure im Biotopverbund Grasland zusammen. Die Fachjury der UN-Dekade war beeindruckt – und hat das Projekt ausgezeichnet.

Das Projekt Biotopverbund Grasland darf zwei Jahre lang den Titel „Ausgezeichnetes Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt“ tragen. Die Fachjury der UN-Dekade hat das Projekt ausgezeichnet. Urkunde, Auszeichnungsschild und einen sogenannten „Vielfalt-Baum“, der symbolisch für die Naturvielfalt steht, übergab der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies an Projektleiter Mathias Paech vom Grünlandzentrum Niedersachsen/Bremen.

Biotope verbinden, Arten schützen

Ziel des Projektes ist, dem zunehmenden Artenverlust auf Wiesen, Weiden und Wegsäumen entgegenzuwirken. Dafür sucht der Biotopverbund Grasland seit Oktober 2017 modellhafte Lösungen für einen Grasland-Biotopverbund in den Landkreisen Ammerland, Wesermarsch und Oldenburg. Vernetzende Elemente zwischen den Biotopen können z.B. Obstwiesen, Deiche oder schmale Wiesenblühstreifen an Wegrändern, Gräben oder Waldrändern sein. Koordiniert durch das Grünlandzentrum setzen die Landwirtschaftskammer Niedersachsen, die Universität Oldenburg und der NABU Oldenburger Land das Projekt um. Das Projektteam tauscht sich dabei eng mit Landwirten, Naturschützern und Wissenschaftlern aus. Das Projekt Biotopverbund Grasland läuft noch bis Januar 2021 und wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit 250.000 € fachlich und finanziell gefördert.

Über die UN-Dekade

Die Vereinten Nationen haben den Zeitraum von 2011 bis 2020 als UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgerufen, um dem weltweiten Rückgang der Naturvielfalt entgegenzuwirken. Die UN-Dekade Biologische Vielfalt in Deutschland lenkt mit der Auszeichnung vorbildlicher Projekte den Blick auf den Wert der Naturvielfalt und die Chancen, die sie bietet. Gleichzeitig zeigen diese Modellprojekte, wie konkrete Maßnahmen zum Erhalt biologischer Vielfalt, ihrer nachhaltigen Nutzung oder der Vermittlung praktisch aussehen. Über die Auszeichnung von Projekten entscheidet eine unabhängige Fachjury, an der Vertreter/innen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen beteiligt sind.

Der Begriff „biologische Vielfalt“ umfasst die Vielzahl der Tier- und Pflanzenarten sowie die Vielfalt der Mikroorganismen und Pilze. Einbezogen wird auch die genetische Vielfalt innerhalb der Arten, die sich bei Pflanzen in den verschiedenen Sorten widerspiegelt und sich bei Tieren mit den Rassen verbindet. Aber auch verschiedene Lebensräume und komplexe ökologische Wechselwirkungen sind Teil der biologischen Vielfalt. Die Biodiversität ist Voraussetzung für das Funktionieren der Ökosysteme.

Artikel geschrieben von

Friederike Mund

Redakteurin Ackerbau/Grünland

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