Soest

BMEL-Referatsleiter kritisiert Versäumnisse der Länder bei Düngeverordnung Premium

In Vertretung von Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel berichtete Dr. Peter Oswald vom BMEL-Referat Pflanzenbau über Details zur schärferen Düngeverordnung, die Ackerbaustrategie und das Insektenpaket

„Sicherlich haben wir bei der Erstellung der Düngeverordnung 2017 auch etwas versäumt. Das Bundesagrarministerium (BMEL) hatte den Bundesländern Spielräume bei den Abgrenzungen gelassen. Dies haben die Länder nicht genutzt, sicher auch, weil es zu kompliziert war oder man die Brisanz nicht so im Blick hatte.“ Das sagte Dr. Peter Oswald, Leiter des Referats Pflanzenbau und Grünland im BML am Freitag beim 31. Soester Agrarforum. Er war für den verhinderten parlamentarischen Agrar-Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel in die Soester Stadthalle gekommen.

Versäumnisse sieht er allerdings auch bei der Wasserwirtschaftsverwaltung. Diese habe in den vergangenen Jahren nicht mit dem notwendigen Nachdruck auf die Vorgaben hingewirkt. Wie Oswald schilderte, habe sein Ministerium keinen Einfluss auf die Grundwasserverordnung. Auch die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) sei EU-weit vorgegeben. Bis 2027 müssen alle Gewässer in einem ökologisch guten Zustand sein, mit weniger als 50 mg Nitrat. „Da bleiben uns noch sieben Jahre, das ist jetzt schwer umzusetzen. Die WRRL ist die entscheidende Richtlinie, die den Druck jetzt so erhöht“, sagte der Ministerialrat. Er habe sich gewünscht, dass die Wasserbehörden diese Dringlichkeit schon bei der Diskussion um die Düngeverordnung 2017 so vorgebracht hätten.

So kam es zur erneuten Verschärfung

„Die weitere Verschärfung der Düngeverordnung ist notwendig, da kommen wir nicht drum herum“, so Oswald vor den anwesenden Bauern weiter. Er berichtete davon, wie das BMEL sich in langen Diskussionen mit der EU-Kommission auf Kompromisse für Maßnahmen geeinigt habe, um weiterzukommen, wie er sagte.

Brüssel habe konkret kritisiert, dass der deutsche Nährstoffausgleich nicht mit der Nitratrichtlinie vereinbar sei. Zudem habe es nicht funktioniert, den Bundesländern die Reduktion der Nitratüberschüsse im Grundwasser zu überlassen. Es wurde laut Oswald klar, dass die Maßnahmen nicht reichen werden. Daher habe das BMEL die erforderlichen Maßnahmen, aus denen die Ausweisung der sogenannten „Roten Gebiete“ resultierte, verpflichtend vorgegeben.

„Brüssel hat gegen uns ein Zweitverfahren eingeleitet, da muss Deutschland jetzt das Zeichen setzen, dass gehandelt wird statt weiter zu verzögern. Das wären erhebliche Steuermittel“, sprach der Fachmann die drohenden Strafzahlungen von 800.000 Euro pro Tag an.

Das steht jetzt an

Wie Oswald weiter schilderte, muss sich mit der neuen Düngeverordnung dringend die Nährstoffeffizienz verbessern. „Seit Jahren treten wir hier auf der Stelle. Wir müssen an die 90 kg Überschuss ran. Der Düngebedarf liegt bei 180 bis 185 kg N“, verdeutlichte er und findet es schwierig, dem Bürger zu erklären, wieso es da noch Überschüsse gibt. Dass nicht alle Nährstoffe zu jeder Zeit pflanzenverfügbar seien, verstehe der Bürger nicht.

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Diskussionen zum Artikel

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von Hans Spießl

Jetzt kommen die Blockwarte die Abwickler

Man bedenke das 4. Reich überlebst du nur gesund als armer Hund, außer du gehörst der Schicht an die den Politikern auf Augenhöhe begegnen können, leute die Verbrecher wie zB Hofreiter ehem KTG etc, Konzerne die Länderübergreifend arbeiten können oder du bist selber Politiker siehe doch Ursula als Verteidigungsminister wo da nebenbei nur wieder schlappe 150 Millionen in Beraterverträgen.......... wir werden doch nur noch belogen..... und dann im Anschluß wenn man ihnen Vertraut oder es gut meint betrogen....

von Hans Spießl

Jetzt kommen die Blockwarte

sogar Herr Staatssekretär lässt sich noch Vertreten, hat dieser Gute so viele weitere weit Wichtigere Dinge zu tun? Die Aussagen wie 5 Kulturen in der Fruchtfolge.... oder so Humusmärchen....... oder von den Bio Bauern lernen - ja was den? wie man durch Humusabbau die Böden, unsere Ernahrungsgrundlage zerstören kann...... alles nur Dampfplauderei Das der Bauernstand - die produzierenden Bauern abgewickelt werden hat mir ja vor Jahren schon ein Politischer Unterhändler, versucht beizubringen, er hat mir wörtlich damals vor Jahren schon erklärt - was Interessieren da die noch wenigen Bauern die sowieso immer noch weniger werden. Den Politikern Interessiert doch die Wirklichkeit die Landwirt Albersmeier beschreibt überhaupt nicht, wobei die Politker selber gar nicht im Stande sind diverse Wirtschaftliche Zusammenhänge zu wissen, aber dafür haben sie ja ihre Behörden, die Blockwarte....... Aufhören, Pachten weg, Eigentumsflächen erhalten, Abstocken, frei werdene Gebäude anderweitig nutzen, vermieten, teure geleaste Maschinen wegbringen, und und und....... alles andere ist derzeit nicht zu verantworten.... solltest du Landwirt nicht aus deinen zu teueren Pachtverträgen kommen geh zum Arzt und schau das du gesundheitlich das nicht mehr packst....... dann werden dir die Gerichte recht geben....

von Rudolf Rößle

Erst

wenn Bayer rote Zahlen schreibt geht das Staatsgejammer los. Dann werden wir zu Zwangsspritzungen per Gesetz verpflichtet.

von Willy Toft

Da ist es wieder, die gegenseitige Schuldzuweisung, ist nicht mehr auszuhalten!

Nur der Bauer bleibt dabei auf der Strecke. Wir lassen uns nun nicht mehr abschütteln, wir wollen Aufklärung, und Sachorientierte Politik! Sonst wird sich die Bauernschaft bald ganz von den Regierungsparteien abwenden. Noch kann vieles behoben werden, welcher Politiker hat den Mut dort mal voran zu gehen?

von Wilhelm Grimm

Worthülsen und Rohrkrepierer. Der Kann nichts

und beruft sich auf die gestiegenen Ansprüche der Gesellschaft. In allen Umfragen sind wir Spitze, wir sind die Götter in grün. Aber die ständige Gehirnwäsche aus dem BMU und den NGOs und deren klebriger Nähe zu den Medien beschreiben die Landwirte als Tierquäler, Giftmischer und Landschaftszerstörer, die die Hauptschuldigen des Artenverlustes, der abnehmenden Bodenfruchtbarkeit,der Klimaerwärmung des Bienen-und Insektensterbens und des Waldsterbens sind. Und dann stirbt der Mensch. Täglich eine neue Umweltsau, das weiss bereits jedes Kind.. Aber noch können wir die Menschheit retten, z.B. mit mindestens fünf verschiedenen Kulturen in der Fruchtfolge. Aber die Pflanze gibt es noch gar nicht, die müssen erst züchterisch auf Vordermann gebracht werden .Wenn man von solchen politischen Höhenflügen abhängig ist, müssen wir uns zunächst mal einen Fallschirm besorgen.

von Albert Maier

Komplett durchgeknallt!

"Bis 2027 müssen alle Gewässer in einem ökologisch guten Zustand sein, mit weniger als 50 mg Nitrat. " Die Bürokraten scheinen komplett durchgeknallt zu sein. Es gibt eine Vielzahl von Gewässern, bei denen der natürliche Nitratgehalt über 50 mg/l Nitrat liegt. Wollen die jetzt diese Gewässer künstlich in nitratarme Gewässer umwandeln?? Im Übrigen, 8000000 € Strafe /Tag macht gerade mal 3,65€ / Bürger und Jahr. Wenn durch diese Einnahmen der EU der Beitrag für Nettozahler der EU gesenkt werden kann, ist es noch weniger. Rechnet man die Kosten der Vermeidung der Strafzahlung gegen, wäre es viel, viel sinnvoller, die Strafzahlungnen in Kauf zu nehmen und nichts zu ändern!

von Gerd Uken

Wer hat diese -20% in den roten Gebieten

Ins Spiel gebracht? Brüssel, Aeikens, Fuchtel oder wer Kann das jemand beantworten denn der müsste dann ja wissen welche Auswirkungen das hat. Unsere Frau Ministerin aus Niedersachsen wusste es anscheinend nicht.

von Diedrich Stroman

Verraten und verkauft!

Werden wir nur noch verarscht, ein solches Politiker Desaster hat die Republik noch nicht erlebt, da stellen die regierenden Versager sich hin und verarschen und veramschen die bäuerliche Landwirtschaft durch ihre in lügen und Unfähigkeit gepaartes versagen!!!Frau Merkel und Klöckner müsten eigentlich sofort zurück treten, sie haben geschworen Schaden vom Volk ab zu wenden und das Eigentum und die Menschen zu schützen!!Ein Pfui an diese Politik!!!Bauern steht auf und schüttelt dieses Land!!!Wir werden von Ignorantz gepaart mit Dummheit regiert!!!

von Thomas u. Helmut Gahse GbR

Er wünscht sich

dass die landwirtschaftlichen Betriebe alles berücksichtigt, alle Zielkonflikte adressiert sind, die eierlegende Wollmilchsau eben. Ein weiterer Träumer!

von Gerd Uken

Wenn das denn die Lösung sein soll

Der Beamte sagte zu, sich in Brüssel für entsprechende Erleichterungen einzusetzen, so dass z.B. CRISPR/CAS nicht mehr unter die gentechnik-Freisetzungsrichtlinie fallen... Dann gut Nacht BMEL

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