Pflanzenschutz

Bundesrat fordert Verbot von Glyphosat in Privatgärten

Der Bundesrat forderte am Freitag eine schnellere Reduktion von Glyphosat bis zum Verbot 2023. Auch für den Einsatz in Privatgärten müssten strengere Regeln für die verbleibenden Jahre her.

Der Bundesrat forderte in seiner Sitzung am Freitag die Bundesregierung auf, den Einsatz von Glyphosat in Privatgärten und öffentlichen Einrichtungen wie Kitas und Parkanlagen unverzüglich zu verbieten. Außerdem soll sie den bis 2023 angekündigten schrittweisen Totalverzicht auf Glyphosat umgehend regeln.

Deutlich eingeschränkt werden müsse die Anwendung des Herbizids jedoch schon vor 2023, unterstreichen die Länder in einer Entschließung. Darin bitten sie die Bundesregierung weiter, eine Strategie zur Verringerung des Pestizideinsatzes in Haus- und Kleingärten zu entwickeln. Dabei solle sie nur noch nicht-chemische-synthetische Mittel zuzulassen. Ihre Wirksamkeit sei völlig ausreichend. Geprüft werden müsse auch, inwieweit an öffentlichen Verkehrsflächen alternative Anwendungsmethoden schnellstmöglich zum Einsatz kommen.

Entscheidung liegt bei der Bundesregierung

Die Entschließung wurde der Bundesregierung zugeleitet. Sie entscheidet, ob sie das Anliegen des Bundesrates aufgreift und eine Gesetzesänderung auf den Weg bringt. Feste Fristen gibt es hierfür nicht.

Die Redaktion empfiehlt

Dass Schneckenkorn und Rapsöl gegen Blattläuse für Privatgärten verboten werden soll, ist für den Raiffeisenverband unverständlich. Die Produkte machen in den Märkten wichtigen Umsatz.

ASP in Westpolen: 80 Kilometer von Grenze zu Brandenburg

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

Schreiben Sie Alfons Deter eine Nachricht


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

von Gerhard Steffek

Aktionistischer Irrsinn!!

Es wird immer nur vom Verbot von Glyphosat geredet, aber was sind die Alternativen dazu??? Solange hier nicht Roß und Reiter genannt werden, ist das alles doch nur ideologischer Wahnsinn ohne Hirn und Verstand. Da wird das Kind mit dem Bade ausgeschüttet, ohne zu Bedenken das man dann eventuell nur den Teufel mit dem Belzebub vertreibt. Wenn Glyphosat verboten wird, zu welchen Mitteln greift dann der Gartenbesitzer?

von Diedrich Stroman

Politische Gängelung!

Was die Politik an Problembewältigung und Geboten und Verboten alles so zu regeln weiß ist dem Bürger doch scheiß egal, sie sollte sich lieber um die komunalen Bürgerabwässer und maroden Kanalisationen kümmern, aber sie arbeiten lieber an Gesetzen und Verboten!!Übrigens hier brennen und flamen sie die Gehwege nicht mehr, es wierd mit gutem Erfolg Ad Blue gespritzt statt in den Tank auf das Pflaster!!!Frage mich nur was schädigt die Umwelt mehr! Egal ein neues Gesetz muss in den Bundesrat!!

von Wilhelm Grimm

In vielen Städten ist Glyphosat bereits verboten.

Das ist dumm und sehr nachteilig für das Klima. Unsere gewählten Volksvertreter handeln verantwortungslos, von den immensen Kosten, die die Haushalte der Kommunen belasten werden, ganz zu schweigen.

von Erwin Schmidbauer

Was spricht eigentlich für einen Sachkundenachweis für die Ausbringung in Privatgärten? Die wenigsten werden so einen Sachkundenachweis machen. Vielleicht haben es dann die Landschaftsgärtner ect.

von Wilhelm Grimm

Nein,

es ist der Anfang einer verhängnisvollen Entwicklung im Europa des Rückschritts.

von Hans-jürgen Fricke

Ja

Endlich mal ein guter Ansatz, denn was die Leute auf dem Quadratmeter, ausbringen ist bestimmt bis zu 100% mehr als wir dürfen...

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen