Bayern

Cercospora: Vorbeugen statt Nachsorgen

Der Krankheitsdruck von Cercospora ging im vergangenen Jahr etwas zurück. Ob das Anlass zum Aufatmen ist, haben wir Annika Vetter, Pflanzenschutzberaterin in Heilbronn, gefragt.

Frau Vetter, wie schätzen Sie den Krankheitsdruck in Ihrem Beratungsgebiet ein?

Annika Vetter: Der Krankheitsdruck ist aufgrund der Anbaudichte der Zuckerrüben in unserem Beratungsgebiet grundsätzlich hoch. Insgesamt ist der Befall im Jahr 2020 im Vergleich zu den Vorjahren 2017 bis 2019 jedoch mit etwa 30 bis 40 % deutlich schwächer ausgefallen.

Worauf führen Sie den geringeren Befall zurück?

Vetter: Die Intensität des Befalls unterliegt enormen Schwankungen, weil sie vom Epidemieverhalten des Pilzes abhängig ist. Günstige Bedingungen für eine Epidemie, wie Temperaturen zwischen 25 und 30 °C gepaart mit einer sehr hohen Luftfeuchte von 90 % waren im vergangenen Jahr nicht ausreichend gegeben und haben daher zu einem geringeren Befallsdruck geführt.

Welche Fungizidstrategie empfehlen Sie auf befallenen Flächen?

Vetter: Die Strategie ist grundsätzlich, den Befall mit Cercospora so früh wie möglich zu minimieren. Grundlage sind die bekannten Schadschwellen beziehungsweise Bekämpfungsrichtwerte. Sind diese erreicht, empfehlen wir in unserem Beratungsgebiet den Einsatz von Azolen kombiniert mit einem Resistenzbrecher. Im letzten Jahr wurde „Tridex DG“ mit einer...

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