China forscht massiv an Grüner Gentechnik

Wie kein anderes Land fördert die chinesische Regierung die Forschung an genveränderten Lebensmittelpflanzen. Das Land will sich damit für die Zukunft absichern. Es könnte bald den Weltmarkt für transgene Pflanzen dominieren, berichtet Heise und beruft sich dabei auf das Magazin Technology Review.

Wie kein anderes Land fördert die chinesische Regierung die Forschung an genveränderten Lebensmittelpflanzen. Das Land will sich damit für die Zukunft absichern. Es könnte bald den Weltmarkt für transgene Pflanzen dominieren, berichtet Heise und beruft sich dabei auf das Magazin Technology Review. Demnach will das Land bis 2020 rund 4 Mrd. Dollar für GVO ausgeben.

Der Hauptgrund für das starke Interesse der Regierung an transgenen Lebensmittelpflanzen ist Versorgungssicherheit angesichts des drohenden Klimawandels. Der zunehmende Klimawandel stellt die Landwirte vor große Herausforderungen. Steigende Temperaturen und sinkende Niederschläge könnten Chinas Nettoerträge bei Reis, Weizen und Mais über die nächsten 35 Jahre um 13 % senken, ergab eine Analyse von Wissenschaftlern des Zentrums für Klimaforschung an der Universität Peking.

Vor allem aber weiß die chinesische Führung, dass das Land künftig deutlich mehr Nahrung benötigen wird. Die Bevölkerung wächst ebenso wie der Wohlstand – und damit der Hunger auf Fleisch. Seit 2012 ist China der weltweit größte Lebensmittel-Importeur. Etwa 5 % seiner Nahrung führt das Land derzeit ein.

Einfuhren seien „ein sehr bedeutendes Thema für die Ernährungssicherung“, sagt Huang Dafang, wissenschaftlicher Leiter des Biotech-Forschungsinstituts an der China Academy of Agricultural Sciences in Peking, das an einer Vielzahl landwirtschaftlicher Erbgutsequenzierungs- und Gen-Projekte beteiligt ist. „Die hochrangigen Beamten sind sehr besorgt. Wir sollten die neue Technologie nutzen. Wir müssen die grüne Gentechnik weiterentwickeln.“ Angesichts der Marktmacht Chinas wird sich die Zukunft der Technologie weder in Europa noch in den USA entscheiden – sondern in China.


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