Grünland Nutzung

DBV fordert Änderungen fürs Grünland in der GAP

Der Bauernverband will über den Bundestag noch Änderungen fürs Grünland bei den Gesetzen zur EU-Agrarreform GAP ab 2023 erreichen. Sie betreffen Basisprämie, Öko-Regelungen und Agrarumweltmaßnahmen.

Für das Grünland soll es in den Gesetzen zur Umsetzung der Gemeinsamen EU-Agrarreform (GAP) in Deutschland noch Änderungen geben. Das forderte der Deutsche Bauernverband (DBV) am Dienstag bei der Vorstellung seiner Grünland-Agenda.

Grünlandbetriebe von Brache-Verpflichtung ausnehmen

Bei den Bedingungen für den Erhalt der Basisprämie (Konditionalität) möchte der DBV Regionen und Betriebe mit hohem Grünlandanteil von der Vorgabe der Anlage nichtproduktiver Flächen ausnehmen. Laut den Gesetzesvorschlägen der Bundesregierung müssen alle Betriebe ab 2023 für den Erhalt der Basisprämie mindestens 3% ihrer Acker- und Dauerkulturfläche als nichtproduktive Fläche oder für Landschaftselemente frei halten.

Grünland-Klima-Bonus bei den Öko-Regelungen

Auch bei den neuen Öko-Regelungen (Eco-Schemes), über die Landwirte weitere Direktzahlungen erhalten können, will der DBV noch Änderungen zu Gunsten von Grünlandbetrieben erreichen. Zusätzlich zu den von der Bundesregierung bereits beschlossenen Maßnahmen, die insbesondere auf Ackerland zugeschnitten sind, schlägt der DBV einen...


Mehr zu dem Thema

Die Redaktion empfiehlt

Der Erhalt von Grünland ist in der neuen GAP ab 2023 Voraussetzung für die Basisprämie. Doch das Problem des zwingenden Grünlandumbruchs für den Erhalt des Ackerstatus ist nicht gelöst.

Die Bundesregierung hat sich auf die Bedingungen für die Agrarzahlungen in Deutschland bis 2027 festgelegt. Sie übernimmt die Beschlüsse der Länder zur Agrarreform und ergänzt sie in Nuancen.

Die Bundesregierung plant in EU-Vogelschutzgebieten und auf kohlenstoffreichen Standorten ein absolutes Verbot jeglicher Bodenbearbeitung zur Grünlanderneuerung. Rinderhalter sind entsetzt.


Diskussionen zum Artikel

von Jürgen Greiner

Emissions-Abgaben für Landnutzungsänderungen ab 1990 notwendig zur Erreichung der Klimaziele

Wir benötigen keinen Ackerlandstatus, kein Grünlandumbruchverbot und auch keine Genehmigung von Neueinsaaten, wenn die CO2-Speicherung im Boden und Grünlanderhaltung fair vergütet werden. Grassilage von Dauergrünland kostet rd. 600 €/ha mehr als die von Maissilage von ... mehr anzeigen

von Dietmar Weh

Der DBV hat das Grünland 1992 entwertet!

Man hat den Milchvieh und Grünlandbetrieben billiges Kraftfutter versprochen und den Ackerbauern 600 Mark/ha gezahlt. Das sind immer noch die heutigen Agrarprämien!!! Die abgeschmolzenen Top Ups der Viehbetriebe hat man dann wieder auf die ha gehauen. Was für einen Irrsinn und ... mehr anzeigen

von Gerd Uken

Das mit dem Umbruchgebot

Da geh ich ausnahmsweise mal mit dem DBV konform- CO2 binden wollen aber Grünland mit Ackerstatus umbrechen müssen, das kann nur einem Drehstuhlpiloten einfallen

von Wilhelm Grimm

Fordern reicht nicht !

Man muss kämpfen und mit seriösen Gegengutachten die grünen NGO-Studien entlarven. Das kostet Geld, die der DBV nicht hat. ER muss es irgendwie eintreiben, denn fordern und reden sind brotlose Künste.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen