„Der chemische Pflanzenschutz bleibt unverzichtbar“ Plus

Interview mit Prof. Dr. Andreas von Tiedemann, Universität Göttingen

Wichtige Wirkstoffgruppen wie die Triazole stehen wegen der neuen EU-Kriterien zur hormonellen Wirkung auf der Kippe. Trotzdem sind Sie zuversichtlich, dass der chemische Pflanzenschutz Zukunft hat. Warum?

von Tiedemann: Ganz einfach – der chemische Pflanzenschutz ist nötig, um die Versorgung mit pflanzlichen Produkten aufrecht zu erhalten. Diesen unmittelbaren Zusammenhang kann niemand in Zweifel ziehen und ich sehe keine Anzeichen, dass sich das in absehbarer Zukunft ändern wird. Wer den chemischen Pflanzenschutz, der wesentlich zur Erntesicherung beiträgt, infrage stellt, gefährdet das Grundbedürfnis der Ernährungssicherung.

Der derzeitige Wirkstoffschwund ist im Wesentlichen eine Folge verschärfter Regulierung, die auf zunehmenden gesellschaftlichen Druck reagiert, der nicht wissenschaftlich begründet ist. Hier muss die Gesellschaft Ziele abwägen. Das ist aber nur dann realistisch möglich, wenn die tragende Rolle eines effektiven Schutzes unserer Kulturpflanzen allen Beteiligten bewusst ist.

Gegen welche Erreger sind chemische Wirkstoffe alternativlos?

von Tiedemann: Die...


Diskussionen zum Artikel

von Kurt Brauchle

Vorsicht Herr Tiedeman

Sie haben Recht Aber mit solchen Äusserungen wird man weggelobt, oder kann sonstwie seinen Job verlieren.

von Gerhard Steffek

Warum -

wird das nicht besser publiziert. Herr Tiedemann sagt es doch ganz deutlich, ohne chemischen Pflanzenschutz geht es nicht! Zumindest nicht, will man erfolgreich Pflanzenbau betreiben. Wie abgehoben, weltfremd, populistisch, ignorant sind somit unsere Grünen, die entsprechenden Politiker ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Wir wissen das !!!!!

Aber die Bundesregierung weiß es nicht !!!!!

von Willy Toft

Wer überzogene Forderungen stellt, muss später Engpässe bei der Versorgung.......

hinnehmen! Bei allem gilt, das Maß nicht aus den Augen zu verlieren!

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