Fachartikel

Die Düngeregeln der Nachbarn Premium

Deutschland fürchtet durch eine schärfere Düngeverordnung (DüV) eine Wettbewerbsverzerrung. Aber stehen wir im EU-Vergleich wirklich so schlecht da? Eher nicht, zeigt unser Vergleich.

Die EU wirft Deutschland vor, nicht entschieden genug gegen die Nitratbelastung in den Gewässern vorzugehen und fordert eine Nachbesserung der DüV von 2017. Die anstehenden Verschärfungen werden vor allem die Betriebe in den „roten Gebieten“ zu spüren bekommen. Durch die...

Weiterlesen mit PREMIUM
Jetzt 30 Tage gratis testen
Mehr erfahren

Die Redaktion empfiehlt

Premium

In der Diskussion um die Verschärfung des Düngerechts in Deutschland führen die Politiker gerne die Niederlande an, wo die Umsetzung schon vor Jahren umgesetzt wurde. Wir haben uns angeschaut, wie...

Premium

Die Dänen sind bei der Anpassung ihrer Düngeverordnung schon weiter. Nach harten Einschritten und einer verpflichtenden Reduzierung der Düngung sind die Grundwasserwerte wieder so gut, dass die...

Premium

Wie hat Polen das Problem mit den Nitratwerten gelöst? Wir haben uns die dortige Düngeverordnung angeschaut und mit der deutschen verglichen.

Premium

Viele Landwirte fühlen sich verständlicherweise von der Politik in Bedrängnis gebracht und im Vergleich zu den Nachbarländern ungerecht behandelt. Aber ist das wirklich so? Ein Blick über die...

Artikel geschrieben von

Anne Katrin Rohlmann

Redakteurin Ackerbau/Grünland

Schreiben Sie Anne Katrin Rohlmann eine Nachricht

Redaktion Betriebsleitung, Geld, Steuern, Recht

Schreiben Sie Redaktion Betriebsleitung, Geld, Steuern, Recht eine Nachricht


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

von Albert Maier

Interessant wäre ...

... auch ein Vergleich mit Italien, Frankreich, Spanien und spannend wäre auch ein Vergleich mit Irland.

Anmerkung der Redaktion

Sehr geehrter Herr Maier, ich gebe Ihnen recht, dass auch die anderen Länder spannend sind. Der Rechercheaufwand für dieses Thema ist aber sehr groß und es bedarf vieler Abstimmungen, sodass wir uns auf drei Länder beschränken mussten. Ursprünglich war auch der Vergleich mit Frankreich geplant. Leider haben wir bei den offiziellen Stellen in Frankreich kein Interesse zur Mitarbeit gewinnen können.

von Klaus Schonlau

Gesetze sind das Eine. Einhaltung und Kontrolle das Andere

Ich war vor anderthalb Jahren mit einer Gruppe Landwirten auch in Frankreich auf Besichtigungstour. 23. November der Landwirt fuhr Biogasgülle auf Maisstoppeln und wollte da anschließend Weizen bestellen. Bei der Ausbringtechnik (drei !!! Prallteller sternförmig am Fass angebracht) mußte er schon sehr schnell fahren um Mengen kleiner 40m³/ha aus zu bringen. Der Güllelagerraum reichte für vielleicht zwei Monate. Der Landwirt sagte Kontrollen seien absolut kein Problem. Das soll kein Freifahrtschein auch bei uns herum zu sauen. Aber wir haben einen gemeinsamen Markt und da ist die Politik verdammt in der Pflicht dafür zu sorgen, dass sich alle zumindest etwas an die Spielregeln halten.

von Wilhelm Grimm

Warum sollen wir uns

mit noch dümmeren vergleichen ?

von Heinrich Roettger

Der Vergleich mit Dänemark und den Niederlanden mit Selbstversorgungsgraden bis 500 % beim Schweine und Geflügelfleisch kann nicht stimmen.

Dänemark hat seine Landwirtschaft durch überzogene Gesetze größtenteils in die Insolvenz getrieben. Backweizen muss importiert werden und viele Betriebe gehören den Banken. Das ganze hat zu einem Rechtsruck mit neuer Regierung und Lockerung der Düngeregeln geführt.In den Niederlanden stehen die Europa skeptiker unter Gert Wilders auch bereits in guter Ausgangsposition. Polen wie auch die Niederlande sind nicht so dumm Ihre belasteten Brunnen an die EU zu melden. Polen unterstützt sogar massiv seine Landwirte durch die Freigabe von Schutzbeizen bei Raps und Rübensaat, obwohl die EU andere Vorgaben hat.

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen