Dürre

Dritte Jahr in Folge Wasserknappheit in Deutschland!

Hatte man zunächst gehofft, die letzten Dürrejahre seien eine Ausnahme gewesen, drängt sich nun der Verdacht auf, dass es ein Dauerzustand werden könnte. Gerade in Osteuropa sieht es dramatisch aus.

Der Deutsche Wetterdienst berichtet, dass die Monate Januar bis März das wärmste erste Quartal seit 100 Jahren war. Das dritte Jahr in Folge drohen jetzt in weiten Gebieten Europas Dürren und Wasserknappheit.

Und der Copernicus Climate Change Service ergänzt, dass sich die Trockenperiode von Osteuropa über den gesamten Kontinent ausbreitet. Große Flüsse wie die Elbe, Warta und Donau führten schon zu Beginn des Jahres weniger Wasser als üblich, zitiert der Spiegel die Institute.

Wissenschaftler des NASA Earth Obervatory haben nun mit Satelliten Karten über den aktuellen Zustand von europäischen Grundwasserspeichern erstellt. Die Karten zur Grundwasserspeicherung sowie die der Bodenfeuchtigkeit seien vom 22. Juni 2020. Alles, was orange und rot ist, hat weniger Wasser als normal. Die dunkelsten Rottöne stehen für extreme Trockenheit.

Im Gegensatz zur Bodenfeuchtigkeit dauert es Monate, bis sich das Grundwasser nach einer Trockenperiode erholt. Mit einem Regenschauer ist es nicht getan, da das Wasser erst durch die trockene Oberfläche und das Gestein zum Grundwasserspiegel durchsickern muss, schreibt der Spiegel dazu weiter.

In Tschechien soll die Bodenfeuchtigkeit nach sechs Mangeljahren etwa 30 % unter Normalwert liegen. In der Ukraine erreichte der Wasserstand im Fluss Desna den niedrigsten Punkt seit 140 Jahren. Anfang Juni befanden sich die Stauseen rund um Kiew auf dem niedrigsten Stand seit fast einem Jahrhundert. Auch polnische Klimatologen berichteten von einer der schlimmsten Dürren seit hundert Jahren. Bis Mai 2020 fielen mehr als 40 Flüsse und Bäche deutlich unter den saisonal üblichen Pegel.

Helmholtz Dürremonitor 27.6.2020

Helmholtz Dürremonitor

Helmholtz Dürremonitor (Bildquelle: www.ufz.de/)


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