Pflanzenschutz

DTR: Stoppelweizen pfluglos gesät

Bei Weizen nach Weizen ist die Gefahr von DTR-Infektionen hoch. Eine Behandlung ist aufwendig.

DTR ist eine Krankheit der Mulchsaat von Weizen nach Weizen. Ausgangsbefall entsteht aus Sporen, die auf dem alten Weizenstroh in sogenannten Perithezien (Hüllkörpern) gebildet werden. Ist die Winterwitterung mild, begünstigt dies die Strohrotte, sodass sich Ausgangsbefall reduziert. Gegenteilig treten DTR-Probleme oft nach kühlen, langen Wintern auf.

DTR ist eine sehr schnelle Krankheit mit einer Inkubationszeit von nur 70°C-Tagen. Befallsjahre sind gekennzeichnet durch warme, feuchte Infektionswitterung bereits im April.

Falls für DTR früh ab Ende April günstige Witterung vorherrscht, sind drei Behandlungen notwendig. Lösungen gegen den schwer bekämpfbaren DTR-Pilz entnehmen Sie der Übersicht.

Cyprodinil und Prothioconazol sind gut wirksam. Propiconazol steht nicht mehr zur Verfügung, dadurch beschränkt sich die Wirkstoffvielfalt, sodass ein konsequenter Wirkstoffwechsel nicht mehr einzuhalten ist. Pyraclo-strobin (enthalten in Viverda und Priaxor) ist aus der Gruppe der Strobilurine noch gut wirksam, sofern in der Gesamtpopulation nur geringe Anteile resistenter G143A-Mutanten vorkommen.

Sehr gute Wirkungen können Sie von Elatus Era und Ascra Xpro erwarten. Bei Starkbefall ist eine Spritzfolge aus der Vorlage von Ascra Xpro um EC 34 gefolgt von Elatus Era zur Abschlussbehandlung notwendig.

Grafik

Vermeiden Sie am besten den Anbau von Weizen nach Weizen. Denn der DTR-Pilz ist schwer in Schach zu halten. (Bildquelle: LWK NRW)

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Richten Sie den Fungizideinsatz nach Witterung und Sortenanfälligkeit aus. Um die Wirksicherheit zu erhalten, ist es wichtig, die Wirkstoffe in den Strategien geschickt zu kombinieren.

Tritt kein „Septoriawetter“ auf, können Sie die Fungizidintensität deutlich senken.


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