Nitrat

Düngeverordnung: Länder tragen Verschärfung erstmal mit Premium

Zur Düngeverordnung gibt es kaum noch Verhandlungsspielraum. Die Länder tragen die vom Bund neu aufgesetzten Verschärfungen vorerst mit.

Die erweiterten Vorschläge der Bundesregierung zur Verschärfung der Düngeverordnung treffen auf Zustimmung der Bundesländer. Das teilt das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) nach dem heutigen Bund-Länder-Gespräch mit. „Uns wurde deutlich gemacht, dass Deutschland gegenüber der EU-Kommission kaum Spielraum hat.“, sagte die Niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast nach dem Gespräch. Landwirtschaftsministerin Klöckner und Umweltministerin Schulze werden nun am 28. August mit ihrer Liste an neuen Korrekturen für die Verschärfung der Düngeverordnung nach Brüssel zu EU-Kommissar Vella fahren.

Diese neuen Verschärfungen sind geplant:

  • den Nährstoffvergleich durch Aufzeichnungspflichten über die tatsächlich aufgebrachten Düngermengen zu ersetzen
  • eine Sperrfrist für das Aufbringen von Düngemitteln in den Nitrat belasteten Gebieten auf Grünland vom 1. Oktober bis zum 31. Januar und für Festmist und Kompost vom 1. November bis zum 31. Januar
  • für Hanglagen ab 5% Neigung soll...

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Diskussionen zum Artikel

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von Klaus Schneider

Richtig so (Kalheinz Gruber)

Der Kommentar ist absolut o.k. Aber wir könner hier fachlich und sachlich mit Erfahrung und fundamentalen Wissen völlig zu Recht lamentieren, helfen wirds nicht. Auf der andern Seite (Politik usw. ) will doch keiner mit Fakten belästigt werden. Sachverstand und Wissen sind absolut ungewollt und würden der Diskusion nur schaden. Wenn`s Hirn regnen würde hätten die meisten einen Regenschirm.

von Renke Renken

zu Karl Heinz Gruber:

Meine volle Zustimmung zu diesem Kommentar! Eigentlich hat von diesem ganzen Scheiß wirklich nur noch dien Schnauze voll, alle normal und nachhaltig wirtschaftenden Betriebe und mit normalen Viehbesatz werden hier in Generalhaftung genommen für Betriebe mit exorbitant überzogenen Viehbesatz.

von Karlheinz Gruber

Das System beißt sich selber in den Schwanz,

denn wenn auf Zwischenfrüchte auch nicht mehr gedüngt werden darf, dann wird es keine ausreichende Bodenbedeckung mehr geben. Folge: Auf Hangflächen, wo ja vor allem die Z- früchte dringend notwendig sind, steigt die Erosion sogar noch an. Auf der Ebene kommt da noch die Winderosion dazu. Fertig sind die nächsten Probleme. Humusabbau, Bodenabtrag, falsche Zeitpunkte bei der Bewirtschaftung, Bodengefüge... Es gibt auch hierfür ein Gesetz, daß nun jeder Bauer aber mißachten muß um überhaupt noch zu arbeiten. Nachdem es mich jetzt auch immer mehr trifft, bin ich jetzt auch so sozial wie diejenigen Landwirte (falls man die noch so nennen kann), die sich um diese (Dünge)Problematiken keinen Deut geschissen haben. Ich bin für die (massive) Einschränkung der Betriebe, die keine Flächen für tierische Ausscheidungen haben. Ich bin für die Regelungen, daß wenn man aufgrund der Aufzeichnungen merkt, daß ein Betrieb immer weit !!! über Bedarf liegt, dieser Reglementiert werden muß. Auch ein Überbesatz von GV gehört geregelt. Tut mir Leid Kollegen, aber jetzt ist das Hemd näher als der Rock. Und da interessiert mich das Messnetz jetzt auch nicht. Denn darüber wird z. Z. nicht diskutiert. Und dies, dafür bin ich sogar, kann man mit Elektronik wie gefordert überprüfen. Dann wird es hoffentlich die schwarzen Schafe rausfiltern, und dann haben die ehrlichen Bauern wieder evtl. ruhe... zumindest eine Zeit lang. Und ich bin bereit, daß ganze mit dem Mehrfachantrag abzugeben, um mich dann direkt vor Ort überprüfen zu lassen. Auch elektronisch. Denn wer nichts zu verbergen hat, braucht sich nicht zu verstecken.

von Christoph Noven

Unbeantwortet bleibt.....

...die Frage, wie die mindestens 100 Mio. geplanten neuen Bürger der BRD versorgt werden sollen. Die Zahl kann der geneigte Leser gerne im Netz überprüfen. Es regelt sich bald alles von selbst. Die wirklichen Probleme werden wohl bald wieder in den Vordergrund treten.

von Gerd Uken

Wir sind auf dem besten Weg

Uns selbst abzuschaffen u. keiner merkt es.

von Wilhelm Grimm

Strafzahlungen wofür ?

Zunächst muss doch nachgewiesen werden, dass alle deutschen Landwirte für schlechtes Grundwasser verantwortlich sind.

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