ECHA legt offizielles Glyphosat-Gutachten vor

Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) hat der EU-Kommission ihr Gutachten zur Risikobewertung von Glyphosat offiziell vorgelegt. Die Studie bestätigt die Einstufung des Herbizidwirkstoffs, wie bereits zuvor bekanntgegeben worden war, als nicht krebserregend.

Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) hat der EU-Kommission ihr Gutachten zur Risikobewertung von Glyphosat offiziell vorgelegt. Die Studie bestätigt die Einstufung des Herbizidwirkstoffs, wie bereits zuvor bekanntgegeben worden war, als nicht krebserregend.

Damit ist die Bewertung des Ausschusses für Risikobeurteilung (RAC) der ECHA endgültig abgeschlossen. Die Brüsseler Kommission hat nun sechs Monate Zeit, die Wiederzulassung des Pflanzenschutzmittelwirkstoffs zu erteilen. Bereits Ende Mai hatte der zuständige EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis vorgeschlagen, Glyphosat für weitere zehn Jahre zu erlauben. Möglich sind indes bis zu 15 Jahre.

Unterdessen hat die Europäische Bürgerinitiative (EBI) „Verbot von Glyphosat und Schutz von Menschen und Umwelt vor giftigen Pestiziden“ das Quorum von eine Million Unterstützern gegen die Wiederzulassung erreicht. Die Unterschriften müssen von den Mitgliedstaaten binnen drei Monaten verifiziert werden; dann können die Organisatoren diese an die EU-Kommission weiterleiten. Danach hat die Brüsseler Behörde wiederum drei Monate Zeit, um darauf zu reagieren.

Eine Sprecherin der Kommission erklärte gegenüber AGRA-EUROPE, es werde begrüßt, dass die Europäische Bürgerinitiative aktiv genutzt werde. Die Initiative werde sorgfältig geprüft, sobald die Unterschriften von den nationalen Behörden überprüft und der Kommission vorgelegt worden seien.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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