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Ein ganzer Landkreis blüht auf

Ein landwirtschaftlicher Ortsverband motivierte kreisweit die Landwirte: Sie haben über 200 km Blühstreifen angelegt. Eine Erfolgsgeschichte der Initiative „Blütenpracht am Wegesrand“ aus NRW.

Lesezeit: 2 Minuten

Klatschmohn, Sonnenblumen, Zinnien, Schmuckkörbchen und viele andere Blumen sorgen den Sommer über an den Ackerrändern im gesamten nordrhein-westfälischen Kreis Coesfeld für eine Blütenpracht. Als buntes Band ziehen sich die einjährigen Blühstreifen seit 2017 durch den Kreis. Letztes Jahr legten die Landwirte mehr als 200 km Blühstreifen entlang von Getreide und Mais an. Das Motto: Blütenpracht am Wegesrand.

Ein Ortsverband macht’s vor

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Die Idee für die Initiative entstand 2013 im landwirtschaftlichen Ortsverein Havixbeck-Hohenholte. „Wir wollen zeigen, dass wir Landwirte uns für den Erhalt und die Förderung der Artenvielfalt einsetzen“, sagt Erich Lefert, Ideengeber und Initiator der ersten Stunde. Nach der durchweg positiven Resonanz von Spaziergängern, Radfahrern, Naturfreunden, Jägern und Imkern weitete der Ortsverein die Aktion auf die Gemeinden und ihre 26 Ortsverbände im Kreis aus.

Mit einer kleinen Idee konnten wir einen ganzen Landkreis begeistern. - Thomas Schulze-Westerhoff

Die teilnehmenden Landwirte wollen dabei unabhängig sein und finanzieren das Saatgut zum Großteil selbst. „Jeder Ortsverband hat seinen eigenen Weg gefunden“, so Lefert. Bei einigen werden die entstandenen Kosten aus der Ortsverbandskasse bezahlt, andere sammeln einen geringen Extra-Beitrag ein.

In jedem Ort finden sich jährlich „Einsaatorganisatoren“. Diese säen die ca. 1,50 m breiten Blühstreifen im Mai auf den eigenen Flächen und denen der Berufskollegen im Ort. „Das spart Zeit und stärkt das Gemeinschaftsgefühl unter den teilnehmenden Landwirten“, resümiert Michael Uckelmann, der Vorsitzende des Kreisverbandes Coesfeld. Durch die somit geringen Rüstzeiten sei das Projekt auch breit akzeptiert.

Besonders ist die Saatgutmischung des Projektes: Über volle fünf Monate blüht es prächtig bunt. Viele Nützlinge finden so auch in den blühärmeren Monaten von Juli bis September ausreichend Pollen und Nektar.

Starke Dialogbereitschaft

Und die Idee der Havixbeck-Hohenholtener inspiriert: So ist das Westfalen-Lippe-weite Projekt „Blühendes Band durch Bauernhand“ entstanden. Durch viele Kontakte und Gespräche zu verschiedenen Verbänden im Kreis entstehen zudem weitere Projekte. Unter anderem mit dem Naturschutzzentrum und anderen Umweltverbänden. „Wir haben festgestellt, dass ein gutes Miteinander viel angenehmer ist. Und das Schöne dabei: Es fördert in erster Linie Nützlinge und Insekten“, so der Hohenholter Lefert.

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