EU-Agrarförderung muss einfacher und flexibler werden Premium

Die Direktzahlungen sollen nach Ansicht des BMEL künftig zielgerichteter und differenzierter ausgestaltet werden. „Sie müssen sich stärker auf bäuerlich wirtschaftende Betriebe, insbesondere auf die mit flächengebundener Tierhaltung konzentrieren“, forderte Dr. Jürgen Ohlhoff vom BMEL.

Diskussionsrunde (Bildquelle: Busch/ASG)

Die Direktzahlungen sollen nach Ansicht des BMEL künftig zielgerichteter und differenzierter ausgestaltet werden. „Sie müssen sich stärker auf bäuerlich wirtschaftende Betriebe, insbesondere auf die mit flächengebundener Tierhaltung konzentrieren“, forderte Dr. Jürgen Ohlhoff vom Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) bei der Herbsttagung der Agrarsozialen Gesellschaft am 8. und 9. November in Göttingen, an der rund 120 Vertreter aus Wissenschaft, Verbänden, Politik und landwirtschaftlicher Praxis teilnahmen. Das Greening soll nach Ansicht des BMEL fortgeführt werden, weil es die Akzeptanz für die EU-Agrarpolitik bei Bürgern und Verbrauchern erhalte. Aufgrund der stark schwankenden Preise bräuchten die Direktzahlungen aber weiter eine einkommenswirksame Komponente. „Im Wirtschaftsjahr 2015/2016 machten die EU-Zahlungen 50 % des Gewinns der Haupterwerbsbetriebe in Deutschland aus“, erläuterte Ohlhoff. Verwaltung radikal reduzieren Inhaltlich stimmten die Vertreter aus Sachsen und Bayern den Ausführungen des Bundes in weiten Teilen zu. Die Direktzahlungen wollen diese beiden Länder eher nicht mit zusätzlichen Anforderungen wie zum Beispiel der Biodiversität befrachten. Das Fördersystem sei schon jetzt kaum noch zu händeln. Dringend notwendig sei vielmehr eine ...

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Dr. Ludger Schulze Pals

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