Anbauflächenschätzung

EU-Kommission erwartet Ausweitung der Sonnenblumenfläche in der EU

Rumänien bleibt Hauptanbaugebiet für Sonnenblumen. Die EU-Kommission hat jetzt ihre neue Schätzung herausgegeben. Und da ist einiges dazugekommen.

Die EU-Kommission rechnet mit einem deutlichen Flächenplus zur Ernte 2022. Dabei könnte ein neues Rekordhoch erreicht werden. Ausschlaggebend ist die voraussichtliche Ausweitung des Anbaus der wichtigsten EU-Erzeugerländer., berichtet die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP).

Nach Prognose der EU-Kommission beträgt die Sonnenblumenfläche in der Gemeinschaft zur Ernte 2022 rund 4,7 Mio. ha. Das wären 199.000 ha mehr als noch im vergangenen Jahr. Der 2013 erreichte Höchstwert von 4,6 Mio. ha würde damit knapp übertroffen. Dies ist angesichts einer unklaren Aussaat- und Pflegesituation des Sonnenblumenanbaus in der Ukraine als Folge des anhaltenden Krieges ein wichtiges Signal für die Marktversorgung der europäischen Ölmühlen.

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EU-Anbauflächenschätzung (Bildquelle: EU-Kommission)

Rumänien Hauptproduzent

Flächenmäßig größter Produzent innerhalb der Europäischen Union bleibt weiterhin Rumänien, das ein Flächenplus von 56.000 ha auf rund 1,3 Mio. ha erwartet. Auf Platz 2 folgt Bulgarien mit aktuell avisierten 875.000 ha. Damit dürfte die Anbaufläche um 4,4 % ausgeweitet werde.

Auch Frankreich dürfte nach den jüngsten Angaben der EU-Kommission ein Flächenplus von 4,4 % auf 729.000 ha verzeichnen. In Ungarn wird das Sonnenblumenareal im Vergleich zum vergangenen Jahr um voraussichtlich 29.000 oder 4,5 % auf 680.000 ha ausgedehnt.

Ebenso dürfte der Sonnenblumenanbau in Spanien gegenüber Vorjahr um 4,5 % auf 654.000 ha zugenommen haben. Ein deutlicheres Plus – allerdings auf niedrigem Niveau – wird indes nach Recherche der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) in Deutschland erwartet. So dürfte die Anbaufläche für Sonnenblumen um 5,3 % auf 40.000 t ausgedehnt werden.

In ihrer Prognose für das Jahr 2022 geht die EU-Kommission von Erträgen in Höhe von 23,8 dt/ha im Gesamtdurchschnitt aus, ein Zuwachs gegenüber dem Vorjahr von knapp 2 %. Die höchsten Erträge pro Hektar werden in Ungarn erwartet. Mit voraussichtlich 29,7 dt/ha könnten ungarische Produzenten mehr als 14 % höhere Erträge als im Vorjahr einfahren.

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