EU Kommission genehmigt Gentechnik-Soja

Die EU-Kommission hat sechs Genehmigungen für den Import von GVO-Pflanzen erteilt. Darunter sind auch Sojapflanzen mit einer Dreifach-Resistenz gegenüber Herbiziden. Der Gentechnik-kritische Verein Testbiotech weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Risiken eines Verzehrs dieser Soja nicht untersucht wurden.

Sojabohnen (Bildquelle: Archiv)

Die EU-Kommission hat sechs Genehmigungen für den Import von Gentechnik-Pflanzen erteilt. Darunter sind auch Sojapflanzen mit einer Dreifach-Resistenz gegenüber Herbiziden. Der Gentechnik-kritische Verein Testbiotech weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Risiken eines Verzehrs dieser Soja nicht untersucht wurden.

„Der Zeitpunkt der Zulassung in den Weihnachtsferien und die damit verbundene Heimlichtuerei zeigt, wie sehr die EU-Kommission die Kritik der Öffentlichkeit fürchtet. Tatsächlich droht sie mit ihrem Verhalten das Vertrauen in die Institutionen der EU erheblich zu beschädigen“, sagt Christoph Then von Testbiotech. „Wir werden diese Zulassungen aber jetzt erst recht zum Thema machen. Die EU-Kommission muss dem Schutz von Umwelt und Gesundheit mehr Gewicht geben.“
 
Testbiotech behauptet seit längerem, dass die Konzerne Dow und Bayer Daten für die Risikoprüfung gentechnisch veränderter Soja manipuliert hätten. Als Nachweis führt der Verein Daten an, die die Firmen selbst im Rahmen der EU-Zulassungsprüfung vorgelegt hätten. Demnach soll Dow bei Fütterungsversuchen mit Ratten eine spezielle Probe der Gentechnik-Soja eingesetzt haben, die mit wesentlich weniger Spitzmittel behandelt wurde, als es in der Praxis der Fall ist. Die Firma Bayer soll beim Versuchsanbau ihrer Soja ebenfalls nur einen Bruchteil der tatsächlich üblichen Spritzmittelmengen verwendet haben, so Testbiotech.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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