Maiskomitee

Europa: Mehr Sorghum im Anbau

In Afrika ist Sorghum das bedeutendste Getreide. Auch bei uns ist die Anbaufläche 2018 um 6 % oder 9.000 ha auf 146.000 ha gewachsen.

In Europa hat der Anbau von Körnersorghum zugenommen. Wie das Deutsche Maiskomitee e. V. (DMK) unter Berufung auf den europäischen Sorghum-Verband „Sorghum ID“ berichtet, wuchs die Anbaufläche in 2018 um 6 % oder 9.000 ha auf 146.000 ha.

Der Zuwachs wurde vor allem in Frankreich, Ungarn und Rumänien verzeichnet. Frankreich liegt mit etwa 60.000 ha in der Anbaustatistik klar vorne. In Italien wächst Sorghum auf rund 40.000 ha, in Rumänien circa 15.000 ha und in Ungarn 10.000 ha.

Mit dem Wachstum der Anbaufläche stieg auch die Erntemenge um 14 % auf 829.000 t. Die Landwirte ernten zwischen 5 und 7 t/ha. Dennoch beträgt das durchschnittliche Einfuhrvolumen von Sorghum pro Jahr in der Europäischen Union 160.000 t, sodass zur Selbstversorgung noch Spielraum nach oben besteht.

In Afrika ist Sorghum das bedeutendste Getreide. Sorghum wird dort zu Mehl verarbeitet, aber auch als Viehfutter genutzt. In Europa ist die Nutzung als Tierfutter vorrangig. Für eine vermehrte Nutzung in der menschlichen Ernährung auch in Europa sprechen die Fakten der Glutenfreiheit, eine gute Verdaulichkeit und der Vitamingehalt.

In Deutschland fristet Sorghumhirse noch ein Schattendasein. Das könnte sich zukünftig ändern, da die C4-Pflanze trockenes und heißes Klima verkraftet. Sie könnte beispielsweise in Ostdeutschland eine Alternative oder Ergänzung zum Anbau von Weizen sein

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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