Quarantäneschädling

Fachleute erwarten Ankunft des Japankäfers in Deutschland

Wird der Japankäfer in Deutschland entdeckt, startet ein Notfallprogramm. Um den Fundort wird ein Maßnahmengebiet definiert, in dem u.a. Bäume gefällt werden müssen.

In der Schweiz ist der Japankäfer, ein meldepflichtiger Quarantäneschädling, bereits im August nahe der deutschen Grenze entdeckt worden. Experten rechnen nun bald mit einem ersten Fund in Deutschland.

So ist auch der Pflanzenschutzdienst Brandenburg in Alarmbereitschaft und auf das Auftreten vorbereitet, sagte eine Sprecherin des Umweltministeriums dem Sender RBB. Dann greife ein Notfallplan, bei dem u.a. über ein Monitoring das Ausmaß des Befalles festgestellt und gegebenenfalls um das betroffene Gebiet eine Pufferzone gezogen werde. Auch Baumfällungen seien vorgesehen, heißt es.

Der Japankäfer kann große Schäden bis zum Kahlfraß anrichten. Er findet hierzulande gute Bedingungen vor und hat wenige natürliche Feinde. Neben Ahorn, Buche und Eiche zählen auch Mais, Kartoffel, Spargel und die Tomate zu seinen Wirtspflanzen.

Das Pflanzengesundheitsrecht der Europäischen Union verpflichtet die Bürger seit 2019, Funde des Käfers den Pflanzenschutzdiensten der jeweiligen Bundesländer zu melden.

Laut Julius-Kühn-Institut – dem Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (JKI) - sind erwachsene Japankäfer acht bis elf Millimeter lang und ähneln dem heimischen Gartenlaubkäfer. Der Halsschild des Japankäfers schimmert auffällig goldgrün, unterhalb der Flügeldecken befinden sich fünf weiße Haarbüschel.

JKI: Download Faltblatt Japankäfer


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Der Japankäfer ist in der Schweiz. Er schädigt über 300 Gehölzarten sowie Mais, Kartoffel, Spargel, Tomate, Bohnen, Apfel, Kirsche, Pflaume, Him-, Brom-, Erd- und Heildelbeere.