Pflanzenzüchtung

FDP-Chef Lindner fordert mehr Offenheit für Gentechnik

Die FDP fordert ein „Aktionsprogramm für den Gentechnik-Standort Deutschland“. Damit will sie auch neue Technologien in der Pflanzenzüchtung antreiben.

Die Fortschritte des Mainzer Unternehmens Biontech bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffes sollten nach Ansicht von FDP-Chef Christian Lindner zu mehr Offenheit gegenüber der Gentechnik führen. "Der Impfstoff-Erfolg von Biontech zeigt: Gentechnische Forschung kann ein Segen für die Menschheit sein", sagte Lindner der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Berlin.

In Deutschland müsse eine Debatte über mehr Offenheit für Innovationen wie der Gentechnologie geführt werden. "Wir brauchen mehr Forschungsfreiheit und weniger falsche Voreingenommenheit", sagte Lindner. "Allzu oft werden vor allem Risiken gesehen, wo in Wahrheit Chancen warten - sei es beim Kampf gegen Infektionskrankheiten oder der Sicherung der Welternährung“, so Lindner weiter.

Die FDP fordert die Bundesregierung nun auf, ein Aktionsprogramm für den Gentechnik-Standort Deutschland vorzulegen. "Darin sollte es um bessere steuerliche Anreize, neue Konzepte für Wagniskapital und eine schnelle Anpassung von Gesetzen an den jeweiligen Stand der Forschung gehen“, erläuterte Lindner.

Die ethischen und technischen Standards für gentechnische Forschung in Deutschland seien hoch, betonte der Vorsitzende der Freien Demokraten. "Uns kann nicht daran gelegen sein, Leuchttürme der Wissenschaft an andere Länder zu verlieren, wo Forschung im Zweifel weniger sicher betrieben wird“, zitiert ihn die dpa.

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