Zukunft

Feldroboter können Glyphosateinsatz nicht ersetzen

Aktuell sind Feldroboter noch keine praktische Lösung für die Landwirtschaft. Die FDP hatte gefragt, ob man sie nicht zur selektiven Glyphosatanwendung einsetzen könne.

Nach Einschätzung der Bundesregierung sind Feldroboter nicht dafür geeignet, Glyphosat zu ersetzen. Wie aus ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion hervorgeht, können Feldroboter ausschließlich in den wenigen Fällen eines selektiven Einsatzes, also zur Einzelpflanzenbekämpfung oder bei einer Unkrautnestbehandlung eine vergleichbare Wirkung wie glyphosathaltige Pflanzenschutzmittel erreichen.

Derzeit gib es laut der Bundesregierung Prototypen und Konzepte zum Einsatz von Feldrobotern als autonom agierende Geräte. Sie seien bisher aber noch nicht in größerem Maßstab unter Produktionsbedingungen getestet worden. Die Einsatzkonzepte erstreckten sich auf hochwertige Gemüsekulturen oder spezielle Anbauformen wie ökologisch erzeugte Zuckerrüben.

Hier spricht die Bundesregierung Feldrobotern grundsätzlich das Potential zu, den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln stark zu reduzieren oder sogar überflüssig zu machen. Gleichzeitig stellt sie in ihrer Antwort klar, dass glyphosathaltige Pflanzenschutzmittel in der Regel nicht-selektiv auf Flächen angewendet würden, auf denen zum Zeitpunkt der Behandlung keine Kultur stehe. Als Alternativen stünden dafür mechanische Verfahren zur Verfügung. Solche Verfahren seien sinnvoll und effektiv, wenn die Standortbedingungen es zuließen.


Diskussionen zum Artikel

von Andreas Gerner

@Bruns: - - - - - - Aber wer sonst?

Wer sonst wird sich für den Erhalt von Glyphosat (also die sinnvollen Anwendungen. Keinesfalls den Missbrauch in Kombination mit GVO in Übersee) einsetzen? Wenn nicht wir Landwirte, wer dann? Bayer usw. haben jetzt nicht sooooo starkes Interesse (1 Behandlung mit 2 L 360er Glyphosat ... mehr anzeigen

von Eike Bruns

Ja Herr Gerner

genau das ist das Problem. So wie Sie argumentieren ist es ja in der Sache richtig vielleicht kann ich es Ihnen besser am Diesel erklären: Ein Golffahrer wird immer versuchen VW zu verklagen wenn VW den Diesel manipuliert hat. Er wird eben nicht ANSTATT VW den Diesel retten wollen das ... mehr anzeigen

von Andreas Gerner

@Bruns - - - - Zu kurz gedacht!

Klar können wir in Deutschland auf den meisten Standorten, in den meisten Fruchtfolgen und in den meisten Jahren ohne größere Einschränkungen auf Glyphosat verzichten. Wann braucht man´s schon? Häufig tut´s ja auch ein zusätzlicher Arbeitsgang mit Scheibenegge und Co. - - - - - ... mehr anzeigen

von Eike Bruns

Wir sollten nicht die Schlachten der Industrie schlagen!

Glyp. hin oder her, wir setzen ein was erlaubt ist. Wenn es Glyp. ist, dann auch das wenn es verboten ist dann eben nicht. Wir als Bauern sollten aber nicht hier den selben Fehler machen wie bei Schlachthof, Futtermittelimport etc. und uns den Schuh des vor- und nachgelagerten Bereichs ... mehr anzeigen

von Albert Maier

Mal ehrlich:

Feldroboter können so gut wie nichts!

von Willy Toft

Wer hat das denn geglaubt?

Die Hacke wird bestimmt im Bioanbau seine Berechtigung haben, aber wo kein Umsatz generiert wird, muss peinlichst auf die Kosten geachtet werden! s

von Stefan Brockhausen

Entlarvt

Die Bundesregierung ist also der Meinung, dass Glyphosat nicht unter allen Standortbedingungen problemlos ersetzt werden kann, möchte es aber trotzdem verbieten bevor es vernünftige Alternativen gibt. Vielleicht merken Sie es ja doch noch, welchen Unsinn sie vorhaben...

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