Innovationsmagazin

DLG-Feldtage: Fünf Themen aus der Technik

Die Maschinenvorführungen sind seit jeher ein besonderer anziehungspunkt auf den DLG-Feldtagen. Hier ein Überblick.

Neben den Klassikern mechanischer und chemischer Pflanzenschutz sowie Düngung sehen Sie auf den Vorführ- und Demonstrationsflächen auch Lader und flache Bodenbearbeitung auf den DLG-Feldtagen vom 14.-16.Juni 2022.

An allen drei Ausstellungstagen finden jeweils vor- und nachmittags nacheinander vier Vorführungen mit fachlicher Kommentierung statt. Gezeigt werden zudem wieder individuelle Vorführungen auf Demoblöcken hinter der Standfläche des jeweiligen Ausstellers zum Thema „Flache Stoppelbearbeitung“. Insgesamt werden täglich 72 Gespanne präsentiert.

Zeitplan

Vorführungen zur flachen Bodenbearbeitung finden auf Demoblöcken der jeweiligen Aussteller statt. Die einzelnen Geräte finden Sie unter www.dlg-feldtage.de (Bildquelle: DLG)

DLG-Parcours 1: Mechanische Unkrautbekämpfung. Hackmaschinen von 16 Herstellern werden in einem Zuckerrübenbestand vorgestellt. Acht Striegel zeigen, wie sie die Unkrautbekämpfung in einem Getreidebestand (Sommerhafer) bewältigen.

DLG-Parcours 2: Pflanzenschutzspritzen im Praxisvergleich. Der Parcours für die Feldspritzen ist anspruchsvoll gestaltet und erlaubt so dem Besucher einen guten Einblick im spannenden Quervergleich der am Markt befindlichen Systeme: Zunächst befahren die Spritzen (sechs Anhängespritzen und sechs Selbstfahrer) mit 6 bis 8 km/h einen Streckenabschnitt mit Hindernissen, die extreme Anforderungen an Gestängestabilität und -balance stellen. Hier kommt es auf die Federungs- und Dämpfungseigenschaften der Spritzgestänge bzw. der Fahrwerke an. Dieser Streckenabschnitt kann mit aktivierter automatischer Gestängeführung passiert werden. Ziel ist, den Streckenabschnitt möglichst schwingungsarm zu bewältigen. Die Arbeitsgeschwindigkeit während der Passagen wird jeweils gemessen und für die Besucher angezeigt. Gleich nach dem Passieren der Vorgewendefahrt muss direkt ein Hindernis umfahren werden, bevor es weiter zur Geländekontur geht. Hier müssen Anhängespritzen und Selbstfahrer gleichermaßen zeigen, wie gut die automatische Gestängeführung einer natürlichen Geländekontur folgen kann. Beim Durchfahren dieses Abschnittes werden die Feldspritzen mit einer Geschwindigkeit von ca. 12 km/h unterwegs sein. Neu hinzugekommen ist der sogenannte Innovation-Track. Dort haben die Hersteller die Möglichkeit, ihre Neuentwicklungen vorzustellen.

DLG-Parcours 3: Mineraldüngerstreuer und N-Sensoren im Praxisvergleich. Was moderne Mineraldüngerstreuer heute leisten, zeigt die Vorführung von sechs Gespannen. Fünf davon sind mit einem N-Sensor ausgestattet. Bei der ersten Fahrtrunde demonstrieren die Streuer das Rand- und Gewässergrenzstreuen. Dabei wird an zwei Stellen das Streugut aufgefangen. Die Besucher können somit das Streubild in Augenschein nehmen. Bei der Rückfahrt in einem Pflanzenbestand, der drei unterschiedliche Versorgungsstufen darstellt, wird nicht gestreut, sondern eine Displayanzeige auf dem Traktordach zeigt an, wie viele kg N/ha der jeweilige Sensor an dieser Stelle empfiehlt. Währenddessen wird das Grenzstreuen ausgewertet und die aktuellen Ergebnisse für die Besucher über eine LED-Wand präsentiert.

DLG-Parcours 4: Technik zum Heben, Laden und Befüllen auf dem Acker. Erstmals haben die Hersteller von Ladern die Möglichkeit, ihre Technik auf dem DLG-Parcours 4 zu zeigen. Punktgenau und ruhig muss das Ladegut auf einem bereitstehenden Anhänger platziert und anschließend nach einer möglichst engen Wendekreisrunde wiederaufgenommen werden. Dann folgt ein Werkzeugwechsel zur hydraulischen Ballenzange, mit der der Lader anschließend einen Rundballen greift und zeigen soll, welche Überladeweite erreicht werden kann.

Ausstellerindividuelle Vorführung: Bodenbearbeitung flach – von Flachgrubber bis Schälpflug. Mehr und mehr Landwirte bearbeiten ihre Böden oft nur so tief wie absolut notwendig – wenn möglich, nur wenige Zentimeter tief. Einjährige Unkräuter und Ausfallgetreide können damit direkt und womöglich auch mehrfach bekämpft werden, ohne Samenpotential tiefer zu vergraben. Mit jedem eingesparten Zentimeter Arbeitstiefe wird mit einer flacheren Bearbeitung der Dieselverbrauch direkt reduziert. Im Fokus der Praxis steht damit vor allem die Frage nach der passenden Technik bzw. dem passenden Gerät. 16 Hersteller werden den Besuchern insgesamt 21 Geräte auf den Demoparzellen vorführen.

Thomas Preuse, DLG-Mitteilungen

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