Schleswig-Holstein

Gänsefraß: höhere Entschädigungen für Bauern in Aussicht

Landwirten im Norden entstehen durch Gänsefraß jährlich enorme Schäden. Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsminister Albrecht hat nun höhere Entschädigungen für Landwirte in Aussicht gestellt.

Die Bestände von Wildgänsen sind in den letzten Jahren stark angestiegen. Durch die wachsenden Populationen haben die Schäden durch Gänsefraß, aber auch die Verkotung auf landwirtschaftlichen Nutzflächen insbesondere auf den Inseln und an der Westküste immer weiter zugenommen.

Jan Philipp Albrecht, Landwirtschaftsminister in Schleswig-Holstein, hat nun höhere Entschädigungen für Landwirte in Aussicht gestellt, deren Felder von Gänsen kahlgefressen werden. Das berichtet die dpa.

Bewirtschaftete Flächen entschädigen

Man wolle auch für Schäden auf bewirtschafteten Flächen aufkommen, heißt es. Damit bekämen die Landwirte in Schleswig-Holstein nicht nur für die Flächen Geld, die unter Vertragsnaturschutz stehen, sondern auch für beackerte Flächen.

Aktuell zahle das Land Schleswig-Holstein 3 Mio. € jährlich an Landwirte, auf deren Flächen Gänse insbesondere Frühjahr rasten. Albrecht könne sich vorstellen, dass da noch 2 bis 3 Mio. € dazukommen, berichtet die dpa. Zur Finanzierung wolle er auch EU-Mittel mobilisieren.

Schaden enorm

Der Flächenschaden durch Gänsefraß im Norden belaufe sich jährlich auf geschätzte 8 Mio. €, berichtet der Bauernverband Schleswig-Holstein. Der Verband bekräftigte erst vor kurzem seine Forderung, die Bestände von Nonnen- und Weißwangengänsen deutlich zu verringern.

Die Probleme der rasant wachsenden Gänsebestände seien lange bekannt. Laut Bauernverband werden jährlich weniger als 2.000 Gänse abgeschossen. Der Zuwachs betrage aber mehr als 20.000 Tiere.

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