Agrarreform

GAP: Wie viel Stilllegung müssen es ab 2023 sein?

Wie viel Brache müssen Betriebe zum Erhalt von Agrarzahlungen ab 2023 vorhalten? Bei der Umsetzung der GAP in Deutschland geht es um 3 oder 4 % der Ackerfläche und die Stellung von Zwischenfrüchten.

Mit der neuen Reform der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) müssen Landwirte ab 2023 verpflichtend Brachen und Landschaftselemente vorhalten, wenn sie Direktzahlungen erhalten wollen. Eigentlich hatten sich Bundesregierung und Bundestag vor der Sommerpause dafür auf einen Anteil von 3 % nicht-produktive Fläche an der Ackerfläche geeinigt und dies auch so in den GAP-Gesetzen verankert.

Doch die EU-Institutionen haben in ihren entscheidenden Trilog-Verhandlungen Ende Juni den Punkt verschärft und komplizierter gemacht. Im Ringen um den umkämpften Prozentsatz landeten Kommission, Rat und Parlament bei 4 % nicht-produktiver-Fläche als Voraussetzung für alle Agrarzahlungen. Alternativ ermöglicht der EU-Kompromiss jedoch auch, mit der zusätzlichen Anlage von Brachen innerhalb der Eco-Schemes oder mit dem Anbau von Zwischenfrüchten und Eiweißpflanzen den verpflichtenden Brache-Anteil auf 3 % zu reduzieren.

BMEL plädiert für 4 % nicht produktive Fläche

Das soll so aber in Deutschland nicht zur Anwendung kommen. Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) plädiert dafür, sich auf die Verpflichtung von 4 % Brache zu beschränken und keine...


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