Panne

Gentechnisch verunreinigte Rapssaaten in Deutschland vernichtet Premium

Über 2.000 ha Raps mussten Landwirte in Deutschland noch vor der Blüte umbrechen – das Saatgut enthielt gentechnisch veränderte Spuren. Teilweise bestehen nun Anbauverbote bis Juli 2020.

Böse Panne: In Deutschland ist im vergangenen Spätsommer gentechnisch verunreinigter Raps auf die Äcker gelangt. Betroffen sind 84 Betriebe in zehn Bundesländern. Die Betriebe mussten den Raps bis Ende März, noch vor der Blüte, umbrechen – insgesamt 2.150 ha. Denn das Saatgut enthielt ca. 0,1 % der Glyphosat-resistenten Rapslinie GT73. Der Saatguthersteller hat mitgeteilt, dass betroffenen Landwirte entschädigt würden. Das gab das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) kürzlich bekannt.

Die transgene Rapssorte GT73 von Monsanto (Bayer) ist in Drittländern wie Kanada, den USA, Australien und Japan zum Anbau zugelassen. In der EU besteht ein Anbauverbot. Aufgrund der Nulltoleranzregel in der EU ist auch gering verunreinigtes Saatgut nicht verkehrsfähig. Damit sich der Raps nicht auskreuzt und verbreitet, mussten die betroffenen Bestände vor der Blüte umgebrochen sein. Als Lebens- und Futtermittel ist GT73 ...

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Artikel geschrieben von

Friederike Mund

Redakteurin Ackerbau/Grünland

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