Gerstengenom erstmals entschlüsselt

Die erste hochqualitative Referenzsequenz des Gerstengenoms hat ein internationales Forschungskonsortium vorgelegt. Die Erkenntnisse sollen dazu beitragen, Gerstensorten zu züchten, die gegen Pathogene resistent sind und Klimaschwankungen besser tolerieren können.

Die erste hochqualitative Referenzsequenz des Gerstengenoms hat ein internationales Forschungskonsortium vorgelegt, zu dem das Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) Gatersleben, das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig, das Helmholtz Zentrum München, Abteilung Genomik und Systembiologie pflanzlicher Genome (PGSB), und weitere Partner gehören.

Wie die Wissenschaftler mitteilten, sollen die bereits im Wissenschaftsmagazin „Nature“ publizierten Erkenntnisse dazu beitragen, Gerstensorten zu züchten, die gegen Pathogene resistent sind und Klimaschwankungen besser tolerieren können. Auch andere qualitative Eigenschaften könnten so verbessert werden, wobei die Züchtung durch die Referenzsequenz entscheidend beschleunigt werden könne.

Nach den Worten der Erstautorin Dr. Heidrun Gundlach von der PGSB stellte das Gerstengenom eine Herausforderung für die vollständige Sequenzierung dar, weil es fast doppelt so groß wie das menschliche Genom ist und über einen sehr hohen Anteil an repetitiven Elementen verfügt. „Aus diesem Grund existierte bisher lediglich eine vorläufige, unvollständige und fehlerhafte Genomsequenz“, erklärte Gundlach. Im nächsten Schritt planen die Wissenschaftler die Sequenzierung, Analyse und den genomischen Vergleich weiterer Gerstensorten. Dabei sollen wichtige Eigenschaften wie Resistenzen einzelner Sorten bestimmt und für andere Sorten nutzbar gemacht werden.

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