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Gülletests im Vergleich Premium

Nur wer die Nährstoffgehalte seiner Gülle und Gärreste genau kennt, kann seine Bestände optimal düngen. Wie exakt zwei gängige Schnelltests den Ammonium-N-Gehalt bestimmen und wie gut sie sich handhaben lassen, hat die Hochschule Osnabrück geprüft.

Die verschärften Vorgaben der DüV für die zulässigen N- und P-Salden lassen nur wenig Spielraum bei der Düngung. Umso wichtiger ist, dass die Betriebe die Nährstoffgehalte ihrer Wirtschaftsdünger präzise ermitteln. Die oft noch verwendeten Faustzahlen ermöglichen allenfalls eine grobe Schätzung der Nährstoffkonzentrationen – von den tatsächlichen Gehalten können sie stark abweichen. Wer alternativ auf Laboranalysen setzt, erhält zwar genaue Ergebnisse, muss darauf aber häufig lange warten.

Immer beliebter wird daher der Einsatz von Schnelltestern wie dem Quantofix-N-Volumeter oder dem Agros Nova. Mit diesen Geräten lässt sich der Ammonium-N-Gehalt (NH4-N) von Gülle und Gärresten direkt auf dem Betrieb zügig bestimmen.

Doch wie exakt arbeiten diese Methoden? Um das zu prüfen, hat die Hochschule Osnabrück Versuche durchgeführt. Darin wurde jeweils der NH4-N-Gehalt von 60 Schweine- und Rindergüllen sowie Gärresten mit beiden Geräten gemessen und nach VDLUFA-Labor-Vorschrift untersucht. Hier die Ergebnisse:

  • Im Vergleich zum Labor wichen die Daten des Quantofix-N-Volumeters um durchschnittlich 7% ab (Übersicht 1).
  • Die Daten des Agros Nova wichen zu den Laborwerten um durchschnittlich 10% ab (Übersicht 2).

Das heißt: Bei einem im Labor bestimmten NH4-N-Gehalt von z.B. 2 kg/m3 ist beim Quantofix eine Spanne von 1,86 bis 2,14 kg/m3 möglich, beim Agros Nova von 1,8 bis 2,2 kg/m3. Für die Praxis liefern die Geräte somit ausreichend genaue Werte. Neben der Genauigkeit spielt aber auch die Handhabung der Geräte eine Rolle.

1. Quantofix-N-Volumeter

Bei dieser Methode füllen Sie...

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Redaktion Betriebsleitung, Geld, Steuern, Recht

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