Insektenschutz

Hessen legt 1.600 ha zusätzliche Blühstreifen an

Hessens Landwirtschaftsministerin Priska Hinz stellte die neue Blühstreifeninitiative mit dem Landesbauernverband und dem Landesverband Hessischer Imker vor.

Auf dem Milchviehbetrieb von Karlheinz und Bernd Rück in Roßdorf bei Darmstadt hat Hessens Landwirtschaftsministerin Priska Hinz gemeinsam mit dem Hessischen Bauernverband und dem Landesverband Hessischer Imker die diesjährige Blühstreifeninitiative im Rahmen der Kampagne „Bienenfreundliches Hessen“ vorgestellt.

In diesem Jahr wurden 1.600 ha zusätzliche Blühflächen angelegt – doppelt so viel wie im vergangenen Jahr. 1.600 ha entsprechen einem fünf Meter breiten Blühstreifen mit einer Gesamtlänge von 3.200 Kilometern. Das Umweltministerium unterstützte die Imkervereine bei der Finanzierung des Saatguts mit Lotto Tronc Mitteln. 2019 wurden dafür bisher rund 34.000 Euro bewilligt. „Die Blühstreifen schaffen Nahrung und Lebensraum für Bienen, Wildbienen und andere Insekten und sind damit extrem wichtig für den Erhalt der Artenvielfalt“, erklärte Ministerin Hinz.

„Wir müssen in Hessens Landwirtschaft gemeinsam etwas bewegen. Zwar geht es den Honigbienen in Hessen durch die gute Arbeit der Imker besser. Mittlerweile leben in Hessen wieder 62.000 Bienenvölker. 2008 waren es nur 48.000. Doch Wildbienen brauchen dringend unseren Schutz. Mehr als die Hälfte der 560 Wildbienenarten in Deutschland sind laut Roter Liste gefährdet oder vom Aussterben bedroht“, sagte die Grünen-Politikerin. Das Umweltministerium setze sich daher im Rahmen der Kampagne „Bienenfreundliches Hessen“ seit 2017 gemeinsam mit Partnern aus Imkerei, Landwirtschaft und Gartenbau intensiv für Bienen und Wildbienen ein.

Insgesamt rund 4.500 ha Blühstreifen in Hessen angelegt

Neben den Blühflächen aus oben genannten Programm fördert das Umweltministerium die Anlage von ein- und mehrjährigen Blühstreifen im Rahmen des Agrarumweltmaßnahmenprogramms HALM. 2019 werden im HALM-Programm 1.200 ha einjährige Blühstreifen und 1.660 ha mehrjährige Blühstreifen mit insgesamt 1,9 Millionen Euro gefördert.


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