Pressemitteilung

Hessisch-pfälzische Rübenerzeuger rechnen mit anteilig schlechten Erträgen

Die Rübenbauern aus Hessen und der Pfalz erwarten 63 t/ha. Gleichzeitig machen sie erneut auf die Wettbewerbsbenachteiligung und die Probleme durch fehlende Mittel aufmerksam.

Der Verband der Hessisch-Pfälzischen Zuckerrübenanbauer rechnet in Teilen seines Einzugsgebietes mit den schlechtesten Erträgen seit mehr als zehn Jahren. Wie der Verband berichtete, wird im Verbandsgebiet aktuell ein durchschnittlicher Rübenertrag von 63 t/ha erwartet, bei regional sehr starken Unterschieden.

Die im dritten Jahr fehlenden Niederschläge seien nicht ohne Folgen geblieben. Wo die Vergilbung deutlich sichtbar den Zuwachs begrenzt habe, würden die Ergebnisse der Zuckergehaltsuntersuchungen mit Spannung erwartet.

Insgesamt ist nach Einschätzung des Verbandes nach der Abschaffung wesentlicher Elemente der Marktstabilisierung in Europa in wenigen Jahren eine sehr kritische Situation entstanden. Hohe Vorräte auf dem Weltmarkt durch eine Ausdehnung der Produktion in Indien, Thailand und Brasilien mit zum Teil sehr stark subventionierten Märkten, Wettbewerbsverzerrungen in Europa, weniger verfügbare Pflanzenschutzmittel, Klimawandel mit invasiven Insekten und eine Ausbreitung der bereits seit Jahrzehnten bekannten Virösen Vergilbung seien nur einige Stichworte.

Die Kombination all dieser negativen Elemente mit niedrigen Zuckerrübenpreisen aufgrund der gesunkenen Zuckererlöse gefährde die weitere Produktion auf dem Acker und in der Zuckerfabrik Offstein.

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Die Zuckerrübenanbauer ärgern sich nicht nur massiv über die Wettbewerbsnachteile in Europa, sondern weisen auch auf die klimawandelbedingte Zunahme von Krankheiten bei Rüben hin.