Pflanzenschutz

Hubschraubereinsätze zum Pflanzenschutz an der Ahr gestartet

Im Weinbaugebiet an der Ahr haben mit fortschreitender Vegetation die erforderlichen Pflanzenschutzmaßnahmen begonnen, bei denen in Steillagen auch der Einsatz von Hubschraubern nötig ist.

Wie der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd (BWV) und der Weinbauverband Ahr am vergangenen Donnerstag betonten, gehen von den ausgebrachten Mitteln aber keine Gefahren für die Insektenpopulation aus, wie von Wanderern und Touristen oftmals befürchtet. „Grundsätzlich ist im Weinbau der Einsatz von Insektiziden nicht mehr erlaubt“, erklärte Weinbaupräsident Hubert Pauly in diesem Zusammenhang.

Die Winzer arbeiteten zur Bekämpfung des Traubenwicklers als einem der Hauptschädlinge bereits seit Jahren erfolgreich mit Pheromondispensern, um die paarungsbereiten Wicklermännchen bei der Weibchensuche zu verwirren. Diese Methode sei sehr effizient und vor allem umweltschonend.

Bekämpfung des Pilzbefalls

Der Hubschraubereinsatz hingegen diene vornehmlich der Bekämpfung des Pilzbefalls in den Weinbergen und erfolge unter sehr strengen Vorgaben, was die Einsatzzeiten und Ausbringungstechnik angehe. „Aktuell macht uns der Befall der Reben mit Echtem Mehltau zu schaffen. Das kennt jeder Hobbygärtner, wenn er Rosen züchtet, aus seinem eigenen Garten. Die eingesetzten Fungizide sind entsprechend vergleichbar“, so Pauly. Nicht nur im konventionellen Weinbau werde per Hubschrauber appliziert, auch der ökologische Weinbau nutze diese Form der Ausbringung, um die im alternativen Anbau zugelassenen Pflanzenschutzmittel gezielt einzusetzen.

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Diskussionen zum Artikel

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von Andreas Gerner

Wieso sind dafür Hubschrauber nötig?

Da die Trauben auch nicht per Hubschrauber geerntet werden, ist mutmaßlich auch für Fungizidspritzungen kein Hubschrauber zwingend nötig. Somit ist auch zu hinterfragen, ob die mit dem Hubschraubereinsatz verbundene unpräzisere Applikation, stärkere Abdrift, mehr Lärm, mehr Treibstoffverbrauch gerechtfertigt sind. ---------------------------- Mir tut auch immer in der Seele weh, wenn man bei Spätfrösten tatenlos zusehen muss, wie eigenen Pflanzen für Nahrungsmittelproduktion ihre Blüten einbüßen, die Weinbauern aber mit dem Hubschrauber die kalte Luft aus den Rebzeilen drücken dürfen, obwohl Wein ja idR nur als (obendrein gesundheitsschädliches) Genussmittel gebraucht wird.

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