Maisanbau

Immer mehr Winterbegrünung vor Mais

Die meisten Bauern säen vor dem Winter auf den geplanten Maisflächen eine Begrünung aus.

Die Maisanbauer in Deutschland denken nachhaltig. Immer mehr Landwirte nutzen auf immer mehr Flächen die Winterbegrünung, um die Bodenstruktur zu verbessern, den Nährstoffaustrag zu reduzieren und dem Bodenabtrag etwa durch Erosion vorzubeugen.

Aus einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsunternehmens Kleffmann Group zur Flächenschätzung für den Maisanbau 2019 im Auftrag des Deutschen Maiskomitees e. V. (DMK) geht hervor, dass 83 % der befragten Maisanbauer (2018: 76 %) auf diese Weise aktiven Bodenschutz betreiben. Die Ausbringung von Untersaaten oder Zwischenfrüchten erfolgte auf 60 % (2018: 51 %) der Flächen, auf denen in den kommenden Wochen der junge Mais sprießen soll. Insgesamt legten die Landwirte demnach auf einer Fläche von 1.598 Mio. ha (2018: 1.286 Mio. ha) eine Winterbegrünung an.

In den westlichen Bundesländern erfreut sich die Winterbegrünung größerer Zustimmung als im Osten, was in Zusammenhang mit einer ausreichenden Niederschlagsmenge und günstigen Verteilung gesehen werden muss. Im Westen ergreifen 85 % aller Maisanbauer auf 65 % ihrer zukünftigen Maisanbaufächen die Chancen der Winterbegrünung, im Osten sind es 74 % der Landwirte auf 48 % der Flächen. Mit Ausnahme von 2018, als die Aussaat im Herbst/Winter 2017/18 witterungsbedingt vielerorts schwierig war, steigen die Werte sowohl im Osten wie auch im Westen seit Jahren konstant an.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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