Kassel/Darmstadt

K+S und das Start-up Spacenus kooperieren

Die App Agrar Nährstoff Assistent (ANA) von Spacenus kann Nährstoffmangel bei Pflanzen früh erkennen. K+S kooperiert nun mit dem Startup.

Den Nährstoffmangel einer Pflanze frühzeitig mit dem Smartphone erkennen und damit Ernteausfälle verhindern: Dies soll mit dem Agrar Nährstoff Assistenten (ANA) von Spacenus möglich werden und Landwirte bei der bedarfsgerechten Düngung von Pflanzen unterstützen. Zur Entwicklung dieser digitalen Technologie im Bereich Precision Farming haben K+S und Spacenus, ein Start-up-Unternehmen mit Sitz in Darmstadt, eine enge Zusammenarbeit vereinbart.

ANA gibt mit der Kombination aus Smartphone- und Satellitenbildern die aktuelle Nährstoffversorgung von Kulturpflanzen an. Dabei kommt eine künstliche Intelligenz (KI) zum Einsatz, die unter Auswertung von Satellitenbildern Unterschiede innerhalb eines Feldes kalkuliert und so eine Nährstoffkarte generiert. Diese zeigt die Versorgung der Pflanzen mit den Nährstoffen Stickstoff, Phosphor, Kalium, Schwefel und Magnesium an. Mit diesen Informationen können Landwirte und Berater die passende Düngemenge bedarfsgerecht und variabel planen und somit Wachstumsschäden an den Pflanzen verhindern, erklärt K+S in einer Presseinformation.

Die von Spacenus entwickelte KI erkennt anhand von Smartphone-Fotos den Versorgungszustand einer Pflanze. Versuche, die K+S im Rahmen der Kooperation derzeit im Forschungsinstitut IAPN in Göttingen an Weizenpflanzen durchführt, liefern wiederum wichtige Daten für die KI, mit denen die Modelle trainiert und getestet werden. Die Kooperation bei diesem Projekt ist zunächst auf zwei Jahre angelegt.

Pilotprojekt des ANA-Prototypen im Jahr 2020

Zur Düngesaison 2020 wird ANA bereits in der landwirtschaftlichen Praxis getestet. Hierzu können sich derzeit bis zu 60 Landwirte und landwirtschaftliche Berater als Pilotteilnehmer anmelden. Die Ergebnisse des Pilotprojekts werden über verschiedene Indikatoren gemessen – sowohl ackerbauliche als auch zur Handhabung des Tools – und werden im Rahmen eines Abschlussberichts zum Ende des Jahres 2020 veröffentlicht.


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