DLG-Wintertagung

Kann konventioneller Ackerbau auch öko sein?

Im Rahmen der DLG-Wintertagung in Münster diskutierten Experten und Praktiker im Impulsforum „Biologisierung“. Das Fazit: Der konventionelle Ackerbau kann vom Ökologischen lernen.

„Der Biobauer bekommt abends in der Kneipe ein Lächeln für seine Arbeit, der konventionelle Landwirt nicht“, beschreibt Prof. Gerold Rahmann, Institutsleiter für Ökologischen Landbau am Thünen-Institut, auf der DLG-Wintertagung in Münster die aktuell angespannte Situation in der Gesellschaft. Dabei hätten beide Produktionsrichtungen den selben Auftrag, so Rahmann weiter: „Sie sollen genug, gesundes und bezahlbares Essen produzieren.“ Angesichts der steigenden Bevölkerungszahl sei auch der Ökolandbau dazu verpflichtet, die Erträge zu steigern und den Ackerbau zu intensivieren. Als Beispiel dafür nannte Rahmann die Entwicklungsländer, in denen chemische Dünger und Pflanzenschutzmittel oft ohnehin nicht zur Verfügung stehen. Mit den „Tricks“ des Ökolandbaus, wie Fruchtfolgegestaltung oder...