Nitrat/Grundwasser

Klöckner: "Schärfere Düngeverordnung nicht mehr abwendbar!" Plus

Agrarministerin Klöckner ermahnt die Abgeordneten, den Bauern keine Hoffnung bei der Verschärfung der Düngeverordnung zu machen. Zudem wehrt sie sich gegen Gerüchte zum Grundwassermessnetz.

Bundesagrarministerin Julia Klöckner hat Forderungen nach einem Aussetzen der Verschärfung der Düngeverordnung eine Absage erteilt. Ein Anhalten des Verfahrens führe zwangsläufig zur Klage, schrieb die CDU-Politikerin am 27. Januar an die Abgeordneten des Bundestages.

„Forderungen, das gesamte Verfahren einfach auszusetzen und zunächst eine Überprüfung der Messstellen und –werte durchzuführen, sind wegen des bereits eingeleiteten Zweitverfahrens der EU-Kommission unrealistisch. Zudem wecken solche Forderungen die falsche, nicht einlösbare Hoffnung, dass Deutschland eine Änderung der Düngeverordnung abwenden oder massiv Zeit gewinnen könne. Denn leider befinden wir uns nicht am Beginn eines konstruktiven Prozesses mit der Kommission, sondern am Ende eines juristischen“, stellte Klöckner unmissverständlich klar.

Sie erinnert daran, dass die EU-Kommission seit nunmehr zehn Jahren die hohen Nitratwerte im deutschen Grundwasser bemängelt. Aufgrund des langen Verfahrens zur Novellierung der Düngeverordnung 2017 und der darin aus ihrer Sicht enthaltenen Schlupflöcher zur Umgehung strenger Maßnahmen sei die Kommission gegenüber weiteren Verzögerungen oder Vorschlägen für zusätzliche Ausnahmen außerordentlich kritisch und nicht mehr gesprächsbereit, so Klöckner weiter. Im Gegenteil: Die Vorschläge Deutschlands zur Verschärfung der Düngeverordnung gehen der Kommission noch immer nicht weit genug.

„Wir sind gut beraten, die Umsetzung des EuGH-Urteils aus dem Jahr 2018, bei dem Deutschland in allen Punkten unterlag, vorzunehmen. Die EU-Kommission hält an der Frist „Befassung Bundesrat im April“ fest, zuletzt wiederholt im Gespräch am 20. Januar. Sollten wir den Maßnahmen nicht entsprechen, dann ist mit einem...


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Die neue Düngeverordnung soll bereits im April 2020 in Kraft treten. Die abschließende Beratung dazu im Bundesrat findet aber erst kurz davor statt.


Diskussionen zum Artikel

von Guido Müller

https://www.bauerwilli.com/nitrat-ist-gesund/

Bein "Stöbern" auf die Seite von Bauer Willi , 2017 gestoßen. XXXXX Die gesamte unsägliche Diskussion geht einzig und allein auf den Gehalt von Nitrat im Trinkwasser zurück. Einem Wissen, das den Erkenntnissen vor Jahrzehnten zugrunde liegt. Es ist auf die ... mehr anzeigen

von Karlheinz Gruber

Nachtrag

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Die hohen Klebergehalte dienen nur der Backindustrie. Wenn man dem Teig mehr Zeit läßt, kann man mit niedrigen Kleber - und Fallzahlen hervorragend Brot backen.

von Joachim Löber

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von Gerhard Steffek

@Günter Schanné

- Die dänischen Bauern sind auch nicht untergegangen - Anders herum gefragt: Wieviele haben dieses "Gemetzel" überlebt?

von Rudolf Rößle

Vlies

@Herr Günter Schanne´ Ich glaube , dass die wasserschonenden und bewusst mit Düngemittel umgehenden Betriebe den größten Teil der Bauern ausmacht. Gemüse wird oft intensiv auf Nährstofflösungen in Gewächshäusern gezogen. Ohne den Austausch mit dem wichtigsten Element der ... mehr anzeigen

von Andreas Bahnmüller

Backweizen??

... hat der EU schon mal jemand gesagt, dass die Dänen Dank ihrer 20% Unterdüngung nicht mehr in der Lage waren Weizen in ausreichender Backqualität zu erzeugen? Aber die Teiglinge kommen ja eh aus Polen oder sonstwoher und strotzen nur so von - nach wie vor - zugelassener Chemie. ... mehr anzeigen

von Günter Schanné

10 Jahre verschleppte Düngeverordnung

Wie Frau Klöckner sagt bemängelt die EU seit zehn Jahren die zu hohen Nitratwerte im deutschen Grundwasser. Wer hat in dieser Zeit eine Anpassung der Düngeverordnung verzögert und verschleppt? Die Bauernverbandsfunktionäre in unheiliger Allianz mit den CSU-Landwirtschaftsministern, ... mehr anzeigen

von Andreas Gerner

@ Dr Billau:

Ihr Schlusssatz ist einfach nur genial!

von Klaus Jensen

Liebe Julia.

Das wollen wir doch erstmal abwarten. MfG Jens Martin Jensen

von Hermann Kamm

Ganz Einfach,

wir dürfen uns nichts mehr gefallen lassen.!!!!!!! zuerst den kleinen Finger dann den ganzen Arm.

von Hans-Peter Mahler

Es gibt nur eine logische Erklärung!

Es war von Anfang an geplannt die Bauern mit einem schlechten Messstellennetz gefügig zu machen ansonsten hätte man anders gearbeitet und ein vernünfiges Messstellennetz installiert. Wir Deutschen sind doch sonst auch immer Vorreiter wenn es um EU Massnahmen geht! Es wird alles getan ... mehr anzeigen

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Sagt die Verhandlungen mit der Ministerin ab,

wenn ihr euch nicht vor dem Volk zum Bauerntölpel machen lassen wollt. So sehen die Dialoge der Regierung aus, man schafft vollendete Tatsachen. Und Herr Rukwied hat zwar das Richtige dazu gesagt, aber die diplomatische Sprache ist gescheitert. Wie tief müssen die Bücklinge denn noch ... mehr anzeigen

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Und Übrigens,

mit dieser Aussage hat sich ja auch jede weitere Verhandlungen mit dem Bauernverband und LSV erübrigt. Denn wenn ein Verhandlungspartner bereits vor einer Verhandlung eines der wichtigsten Verhandlungspunkte aus der Diskussion nimmt, ist das wie ein Schlag mit der Faust in das Gesicht ... mehr anzeigen

von Roland Opitz

Na klar !

Wie ich es bereits schon geäußert hatte. Es wird sich nichts mehr ändern. Die schlechteste Agrarpolitik aller Zeiten nimmt seinen Lauf. Diese Agrarministerin sollte sich für Ihre Unfähigkeit in Grund und Boden schämen. Es ist doch mittlerweile unerträglich von was und wem dieses ... mehr anzeigen

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es war im November 2008 als der AbL medienwirksam tätig war. Es ist ja schon aus Gründen der Tradition und Heimat notwendig diese Form der direkten Demokratie? nicht aussterben zu lassen, alleine schon wgen der Kulturförderung. Erfahrungen ... mehr anzeigen

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Herr Niemann, diesmal kann man Ihrem Kommentar voll zustimmen.

von Eckehard Niemann

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von Wilhelm Grimm

NICHT SCHLECHT,

Hans Spießl.

von Hans Spießl

ja die Klöckner

wie wenig Charakter und Karrieregeil ist diese Person? ich glaube die Klöckner verleugnet mittlerweile aus Profit und Karrieresucht sogar ihre Herkunft?

von Hans Spießl

Die Ziele sind andere

es geht doch nicht um die wenigen Brunnen die angeblich zuviel Nitrat haben...... das jetzige System mit dem Nährstoffbilanzen hätte meiner Meinung nach völlig ausgereicht. Dann Dänemark ist mit Deutschland nicht vergleichbar vom geolog Aufbau, reiner ... mehr anzeigen

von Christian Bothe

DÜV

Man kann die Briten schon verstehen, warum sie die EU verlassen...Die Deutsche Regierung ist einfach verbraucht und hat als einer der großen Nettozahler der EU keinen A....in der Hose, um gegen das EuGH Urteil aus 2018mit Fachkompetenz vorzugehen. Klöckner macht es sich einfach und ... mehr anzeigen

von Hans Spießl

Die Abwicklung geht los.

jetzt hat Klöckner den ersten wichtigen einschneidenden Schritt getan. ich persönlich hab mit dieser Ansage vor der diesjährigen Stickstoff Andüngung gerechnet. Die Milliarde die jetzt den Bauern versprochen wurde wird in verstärkte Überwachung, ... mehr anzeigen

von Andreas Gerner

Sehr wohl abwendbar!!!

Die schärfere Düngeverordnung, die drohenden Strafzahlungen, die letzte Novelle, ALLES fußt auf die betrügerischen Werte aus den verfälschten Messnetzen. In Gerichtsverfahren würde dies aufgedeckt und zur Rückabwicklung incl Rückzahlungen führen. Deutschland und EU sind ... mehr anzeigen

von Rudolf Rößle

I60

Messstellen die hoch belastet sind. Keinen einzigen Bericht habe ich gelesen, warum diese so hoch belastet sind? Ich glaube nicht, dass wir so unterschiedlich in Deutschland düngen. Da müssen andere Faktoren eine Rolle spielen, die geklärt gehören.

von Gerd Uken

Heute laufen die WhatsApp Gruppen ja über

https://www.topagrar.com/markt/news/kartellstrafe-verhagelt-das-geschaeftsjahr-2019-11951150.html Wenn man dann weiß das das ja ursprünglich Bauerngeld ist dann soll sie doch gefälligst die Strafe erst mal davon bezahlen und wir könnten in aller Ruhe abwarten was die ... mehr anzeigen

von Harald Butenschön

1176 Tage...

... Solange kann die Bundesregierung die drohenden Strafen mit der "Bauernmilliarde" abstottern. Wenn in der Zeit die Statistiktricks des UBA bereinigt und der Nitratbericht auf eine solide Basis gebracht wird, wäre das Geld wirklich gut angelegt.

von Wilhelm Grimm

Frau Klöckner droht,

aber wir lassen uns nicht länger vorführen. Die Politik will eine abhängige Landwirtschaft, die von Staatsknete high ist. Aber wir brauchen unsere ganze Kraft, um uns gegen Nitrat-und Bienenlügen und andere Lügen wehren zu können. So können wir unseren Kindern nicht in die Augen sehen.

von Gerd Uken

Zu alterst müssten gleiche

Bedingungen in der EU bei den Messstellen herrschen. Glaubt Frau Klöckner und auch Herr Rukwied denn allen Ernstes Landwirte wären käuflich? Wenn unser Trinkwassser wirklich so schlecht wäre wie kann es sein das davon in den Niederlanden keine Rede ist zumal dort sehr viel mehr ... mehr anzeigen

von Johann Sickinger

Düngeverordnung

Mutti hat gesagt, Julia hau den Deckel drauf!!

von Andreas Gerner

Warum nennt sie es "ein so genanntes repräsentatives Messnetz"?

Weil sie ganz genau weiß dass es gar nicht repräsentativ ist, sondern vom BMU und UBA bloß als solches bezeichnet wird!!!! Von den 162 Messbrunnen des Belastungsnetzes (offiziell als solches bestätigt) sind ganze 160 noch dabei. Das Netz wurde nur mit zusätzlichen Brunnen ... mehr anzeigen

von Willy Toft

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Wer seine Landwirte so in den Ruin treibt, muss sich nicht wundern, dass es nur noch Wut- Bauern gibt! Hier könnte die Regierung mal zeigen, dass sie hinter "Ihren Bauern" steht, indem nur gangbare Wege ausgelotet werden, und nicht ruinöse Auflagen verhängt! Wir sind erst 120 Tage ... mehr anzeigen

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