Aktionsprogramm Insektenschutz

Klöckner startet Bundeswettbewerb für insektenfreundliche Landwirtschaft

Nachdem top agrar schon 2019 mit großen Erfolg einen Wettbewerb zum Insektenschutz in der Landwirtschaft durchgeführt hat, übernimmt das BMEL nun die Idee und zieht nach.

Im Rahmen des ‚Aktionsprogramm Insektenschutz‘ startet Bundesagrarministerin Julia Klöckner den neuen Bundeswettbewerb „Land.Vielfalt.Leben.“. Er zeichnet vorhandenes Engagement zum Schutz der Insekten in der Landwirtschaft aus. Bewerbungen sind bis zum 28. Februar 2021 unter www.land-vielfalt-leben.de möglich. Es gibt Preisgelder von bis zu 5.000 €.

Wie die CDU-Politikerin bei der Vorstellung betonte, sei der Insektenschutz eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Viele Akteure aus unterschiedlichen Bereichen seien gefragt, bei der Umsetzung von mehr Insektenschutz mitzuwirken. "Und gerade die Landwirtschaft hat daran ein ureigenes Interesse: Sie ist massiv auf ein intaktes Insektenleben angewiesen – zahlreiche Blühstreifen oder Vertragsnaturschutz betreiben viele Landwirte bereits heute. Einige Insektenarten kommen in Deutschland zudem nur vor, weil Landschaften kultiviert werden", so Klöckner.

Welche Maßnahmen werden prämiert?

Prämiert werden besonders erfolgreiche, praxisbewährte sowie zukunftsweisende Maßnahmen zum Insektenschutz als auch gezielt kombinierte Maßnahmen für den Insektenschutz.

  • Bereitstellung Nahrung & Habitat: Ausweitung und Pflege von Nahrungsangeboten für Insekten in der Agrarlandschaft, gezielte Kombination von Nahrungsangeboten mit Nistmöglichkeiten und Lebensräumen für Insekten, Schutzmaßnahmen für Gewässer und weitere sensible Biotope als Insektenlebensraum
  • Unterstützung der ökologischen Leistungen von Insekten im Produktionssystem: Vorbildliche Umsetzung von Insektenschutzmaßnahmen in landwirtschaftlichen Betrieben und Flächen, Insektenschonende Mahd und Beweidung von Grünland, Einsatz neuer, verbesserter technischer Lösungen für eine insektenfreundliche Bewirtschaftung oder um negative Auswirkungen der Bewirtschaftung zu reduzieren.
  • Zusammenarbeit zur Förderung des Insektenschutzes im Agrarbereich
  • Wirksame Öffentlichkeitsarbeit für insektenfreundliche Methoden und Arbeitsweisen

Wer gewinnt?

Ausgezeichnet werden insgesamt sechs Preisträger, je drei in diesen zwei Kategorien:

Kategorie 1: Preis für die besten Maßnahmen eines landwirtschaftlichen Einzelbetriebes

Kategorie 2: Preis für die besten Maßnahmen einer Kooperation, wie beispielsweise des Zusammenschlusses eines oder mehrerer landwirtschaftlicher Betriebe mit anderen Akteuren aus der Region wie Vereinen, Verbänden, Kommunen, Imkereien, Bürgerinnen und Bürgern oder Naturschutzinitiativen

Wer bewertet?

Die unabhängige Jury, die durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft berufen wurde, setzt sich aus fünf Vertreterinnen und Vertretern der Wissenschaft, der Landwirtschaft sowie des Umweltschutzes zusammen.


Diskussionen zum Artikel

von Klaus Jensen

Dieser Kommentar wurde aufgrund eines Verstoßes gegen unsere Netiquette entfernt. Wir haben den Autor darüber per E-Mail informiert. Wir bitten Sie, Kritik sachlich zu formulieren. Danke, die top agrar Redaktion.

von Andreas Gerner

Hoffentlich ist acuh ein Bewertungskriterium,

dass trotz Insektenschutz effizient produziert wird. Denn die Heilige Kuh Extensivierung bzw. sogar das aus der Produktion nehmen ganzer Flächen führt zu Ende gedacht Global zu viel mehr Artenverlust, als die betreffenden Flächen zum Arterhalt beitragen können. Ist aber dem BMEL egal. ... mehr anzeigen

von Hermann Kamm

Komisch ?

sieht ganz danach aus als das die Politik in sachen Insekten nicht mehr weiter Weiß!!!!!!!!! Ansonsten würden sie nicht mit irr relevanten Preisgelder locken!!!!!!

von Hermann Kamm

Frau Klöckner leider

haben sie nicht die mittel bzw soviel kohle das sie ganz Deutschland mit Insektenweiden belegen können. denn für 1250 € /HA Bienenweide oder Insektenweide würde jeder Landwirt auf diese umstellen!!!!!!!

von Andreas Gerner

Dafür brennen dann ca 15 Mio ha Regenwald, um uns mit Import satt zu machen.

von Wilhelm Grimm

Der Indianerhäuptling Seattle hätte dazu gesagt:

Erst wenn das letzte Tier aus dem Stall gemobbt worden ist, und die letzte Schwalbe und ihre fliegenden Kollegen, auch die Eulen und Fledermäuse , vor den Auflagen und Verordnungen des Menschen geflohen sind, ist ihnen Borchert sowas von egal, dass endlich der "Stumme Frühling" ... mehr anzeigen

von Willy Toft

Wäre ein gangbarer Weg, wenn dementsprechend belohnt wird!

Alles Andere ist eine Verschiebung der ganzen Problematik nur auf die Landwirtschaft, die sowieso gerade nur noch ums "nackte Überleben Kämpft"!

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