Offen für alle

Körnerleguminosen-Netzwerk „LeguNet“ startet 2022

Im neuen Leguminosennetzwerk „LeguNet“ wollen sich die Akteure der Branche noch besser vernetzen und neue Absatzmärkte erschließen.

Im Januar 2022 beginnt das Leguminosennetzwerk „LeguNet“ mit der Arbeit. Unter der Leitung des Landesbetriebs Landwirtschaft Hessen (LLH) bringen fünf weitere Verbundpartner ihre Expertisen mit ein: Die Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP), die Fachhochschule Südwestfalen, die Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern, die Öko-BeratungsGesellschaft mbH und die FiBL Projekte GmbH.

In einem Kernprojekt bearbeiten diese Verbundpartner zunächst die Verwertung ab Feld im überregionalen Zusammenhang. Das Netzwerk ist offen für weitere Kooperationspartner aus der Erzeugung, der Züchtung, dem Handel, der Verarbeitung von Futter- und Lebensmitteln und der Gemeinschaftsverpflegung.

Ziele

Im neuen kulturartenübergreifenden Netzwerk für Körnerleguminosen sollen Akteure der Branche noch besser vernetzt und neue Absatzmärkte erschlossen werden: Anbau, Verarbeitung und Verwertung von Erbsen, Bohnen, Lupinen, Soja, Kichererbsen und Linsen werden mit „LeguNet“ gefördert, Nachfrage und Angebot zusammengebracht. Die Geschäftsstelle Eiweißpflanzenstrategie in der BLE betreut das Netzwerk als Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

Das „Modellhafte Demonstrationsnetzwerk zur Ausweitung und Verbesserung des Anbaus und der Verwertung von Körnerleguminosen in Deutschland“ (LeguNet) folgt auf die drei vorangegangenen Demonstrationsnetzwerke zu Erbsen/Bohnen, Soja und Lupinen der bundesweiten Eiweißpflanzenstrategie (EPS). Die bisherigen Erkenntnisse werden nun kulturartenübergreifend zu einem Gesamtkonzept für alle Körnerleguminosen zusammengeführt. In Deutschland eher selten angebaute Kulturen wie Kichererbsen und Linsen sind ebenfalls in das Netzwerk integriert, denn durch Klimaveränderungen steigt auch ihr Potenzial.

Absatzmärkte aus- und aufbauen

Der Bedarf an heimischen Eiweißfuttermitteln und das Interesse an eiweißreichen Alternativen zu Fleisch in der menschlichen Ernährung sind groß. Es fehlen jedoch weitere Wertschöpfungsketten, mit denen Absatzmärkte für Futter- und Lebensmittel konsequent wachsen können. Dazu ist zunächst eine funktionierende Infrastruktur für Handel und Aufbereitung notwendig – die Voraussetzung für die Entwicklung neuer Produkte. Beispiele für innovative Absatzwege finden sich etwa in der Gemeinschaftsverpflegung und Gastronomie. Diese können mit stabilen Strukturen und schlüssigen Konzepten mehr heimische Hülsenfrüchte auf die Teller bringen.

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