Blick zu den Nachbarn

Kommentar zur Düngeverordnung: „Anderswo ist es auch hart!“ Plus

Viele Landwirte fühlen sich verständlicherweise von der Politik in Bedrängnis gebracht und im Vergleich zu den Nachbarländern ungerecht behandelt. Aber ist das wirklich so? Ein Blick über die Grenzen relativiert diesen Eindruck. Ein Kommentar von Anne Katrin Rohlmann

Erst die zähe Novellierung der DüV 2017, nun die angekündigte Verschärfung, die vor allem Landwirte in den „roten Gebieten“ belasten wird. Doch nicht die Auflagen allein rufen Wut hervor. Es ist auch das Kompetenzgerangel von Politik und Lobbyverbänden, die mit ihrem starrsinnigen Festhalten an Maximalforderungen keinen Konsens für pragmatischen Grundwasserschutz finden.

Wäre es nicht ehrlicher gewesen, bereits bei der Novellierung gemeinsam tragfähige Düngestrategien zu vereinbaren?...

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Diskussionen zum Artikel

von Gerhard Steffek

Diese Diskussion -

ist solange hinfällig und nur Schwachsinn, solange nicht EU-weit, wie es auch schon Heinrich Roettger geschrieben hat, gleiche Verhältnisse geschaffen sind. Diese gehen dann aber auch schon am Meßstellennetz an.

von Karlheinz Gruber

Wird nicht gerade aus Holland usw.

sehr viel Gülle nach BRD und in die anderen EU Länder per Schiff und Lastzug verschoben? Nur um die Mengen weg haben vom Markt. Ein Vergleich mit den Südländischen Messstellen wird dann auch zeigen, im Süden Europas ist das Wasser nicht besser als bei uns wie in der Statistik. Denn ... mehr anzeigen

von Heinrich Roettger

Durch ständiges Wiederholen unzureichender Vergleiche wirkt Top Agrar auch nicht gerade kompetent.

Wenn in einem Ackerbaugebiet mit besten Lehmböden und geringer Veredelung wie Nordwestmecklenburg ein grosses rotes Gebiet festgestellt wird , überkommen auch den letzten Landwirt Zweifel. In dieser Region befinden sich Hochertragsstandorte für Raps und Weizen mit Veelböken und ... mehr anzeigen

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