Krautfäule und Alternaria - bleiben Sie aufmerksam

Höhere Niederschlagsmengen sind zuletzt nur kleinregional gefallen. Auf diesen Flächen gilt es, falls noch nicht geschehen, den Fungizidschutz zu erneuern. Auch Hitzegewitter könnten lokal die Krautfäulegefahr ansteigen lassen. Insgesamt bleibt das Krautfäule-Risiko bei dem trocken, warmen Wetter aber gering.

Höhere Niederschlagsmengen sind zuletzt nur kleinregional gefallen. Auf diesen Flächen gilt es, falls noch nicht geschehen, den Fungizidschutz zu erneuern. Auch Hitzegewitter könnten lokal die Krautfäulegefahr ansteigen lassen.

Insgesamt bleibt das Krautfäule-Risiko bei dem trocken, warmen Wetter aber gering. Spritzabstände von ca. 14 Tagen sind in gesunden, unberegneten Beständen weiterhin möglich. Seien Sie aber wachsam und kontrollieren Sie ihre Bestände auf Befall.

Wichtig sind Kontrollen insbesondere in puncto Alternaria. Für diesen Erreger sind die Bedingungen weiterhin günstig. Der immer größere Trockenstress der Kartoffeln kommt dem Erreger entgegen. Gehen Sie nun wie folgt vor:

  • Unter trockenen Bedingungen (keine Beregnungsflächen) und schwachem Turgor bieten sich bei geringem Krautfäuleinfektionsdruck Kontaktfungizide wie 1,8 kg/ha Dithane NeoTec oder 1,8 kg/ha Polyram WG oder 2,0 kg/ha Tridex DG Raincoat oder 1,8 kg/ha Electis an. Damit erzielen Sie gleichzeitig eine gute Alternariaprophylaxe.
  • Finden Sie Krautfäulebefall im Bestand, müssen Sie umgehend mit Stoppspritzungen reagieren.
  • Setzen Sie auf Flächen, auf denen einmal Krautfäule im Bestand war, der Abschlussmaßnahme zusätzlich ein sporizides Fungizid zu, um die Knollen zu schützen. Diese Maßnahme lässt sich mit der Krautregulierung kombinieren.
  • Zur Vitalisierung und Gesunderhaltung gestresster Bestände hat sich der Einsatz von Blattdüngern bewährt (leistet auch einen Betrag zur Alternariaprophylaxe).
  • Führen Sie diese Maßnahmen aufgrund der heißen Witterung nur in der Nacht oder in den frühen Morgenstunden (bis ca. 9:00 Uhr) durch.
Eine Tabelle mit den Spritzabständen finden Sie in den Pflanzenschutzempfehlungen.

Dieser Tipp stammt aus den aktuellen Pflanzenschutzinformationen unserer Ackertbauexperten. Jede Woche neu für Abonnenten inkl. Newsletter.

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