5 m breit

Länder tragen Gewässerrandstreifen auf Hangflächen mit

Für Flächen, die an Gewässer angrenzen und eine Hangneigung von durchschnittlich mindestens 5 % aufweisen, ist künftig eine verpflichtende Begrünung von 5 Metern an den Ufern vorgeschrieben.

Die obligatorische Einrichtung eines 5 m breiten Gewässerrandstreifens mit ganzjährig begrünter Pflanzendecke auf landwirtschaftlichen Flächen mit einer Hangneigung von durchschnittlich mindestens 5 % wird von den Ländern mitgetragen.

In seiner Ende März beschlossenen Stellungnahme zum Gesetzentwurf zur Änderung des Wasserhaushaltsgesetzes fordert der Bundesrat lediglich eine Präzisierung für einen besseren Vollzug. So soll der Grad der Hangneigung innerhalb eines Abstandes von 20 m zur Böschungsoberkante ermittelt werden.

Die Änderung des Wasserhaushaltsgesetzes ergänzt die Vorschriften, die in der von der Länderkammer verabschiedeten Novelle der Düngeverordnung für Hangflächen vorgesehen sind.

Nach der geänderten Düngeverordnung wird unter anderem der Gewässerabstand ohne Düngung in hängigem Gelände ab 15 % Hangneigung von bislang 5 m auf 10 m erhöht und bei Flächen ab 10 % Hangneigung auf 5 m festgelegt. Bei Flächen ab 5 % Hangneigung soll der Gewässerabstand ohne Düngung 3 m statt bislang 1 m betragen. Ferner sollen ab 5 % Hangneigung Düngemittel auf unbestelltem Ackerland sofort eingearbeitet werden müssen.

Der mit der Gesetzesänderung geplante Gewässerrandstreifen soll sich ab der Böschungsoberkante des Gewässers bemessen. Ist keine ausgeprägte Böschungsoberkante vorhanden, soll die Linie des Mittelwasserstandes maßgeblich sein. Eine Bodenbearbeitung zur Erneuerung des Pflanzenbewuchses soll auf dem Gewässerrandstreifen einmal innerhalb von fünf Jahren zulässig sein.

Die Redaktion empfiehlt

Entscheidung im Bundesrat

+++ Düngeverordnung ist beschlossen +++

vor von Stefanie Awater-Esper

Der Bundesrat hat am Freitag die Düngeverordnung mit einer Mehrheit der Länderstimmen beschlossen. Die Maßnahmen in den roten Gebieten gelten aber erst ab Januar 2021.

Grundsätzlich sind Gewässerrandstreifen in Bayern verpflichtend. Sind die Verhältnisse jedoch unklar, so gilt bis zur Prüfung durch das Wasserwirtschaftamt keine Anlagepflicht.

Landwirte müssen an Flächen mit Hangneigung künftig dauerhaft begrünte Gewässerrandstreifen von 5 Metern anlegen. Das hat das Bundeskabinett beschlossen.


Diskussionen zum Artikel

von Hermann Kamm

Bei Kläranlagen Abwasser

spielt es keine Rolle wieviel ins Oberflächengewässer eingeleitet wird weil es die Allgemeinheit betrifft.. In der Landwirtschaft sind ja nur ein Paar noch betroffen. Gerechtigkeit sieht anders aus.

von Hermann Kamm

So kanns net weiter

gehen ! Ich hoffe das in geraumer Zeit wir wenige Landwirte richtig mal zusammen halten und mit gewaltigen Lieferstreiks dieser irrsinnigen Bürokratie ein Ende bereiten.

von Andreas Gerner

Den Nutzen hat die Allgemeinheit

Den Aufwand und Ertragsverlust tragen allein wir. SO NICHT. Solche Flächen gehören dann entschädigt, dann wär´s ok. Dann bleibt nur die Frage der Ethik: Ist es zu verantworten, gute Flächen aus der Produktion zu nehmen, wenn die Gewässer bereits in gutem Zustand sind? Schließlich ... mehr anzeigen

von Hermann Kamm

moderne Enteignung

setzt sich durch! ala DDR 2.0

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