Amtschefkonferenz

Länder: Versicherungen gegen Wetterrisiken über die GAK fördern

Der Staat sollte Versicherungen gegen Wetterrisiken fördern, die derzeit aufgrund sehr hoher Kosten für die Betriebe wirtschaftlich nicht tragbar sind, fordern die deutschen Landesagrarministerien.

Die Bundesländer drängen auf eine Förderung von Versicherungen gegen witterungsbedingte Risiken über die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK). Der Bund solle die Unterstützung einer entsprechenden betrieblichen Risikoabsicherung über die GAK zügig umsetzen und zusätzliche Finanzierungsmittel zur Verfügung stellen, heißt es in einem Beschluss der Amtschefkonferenz von vergangener Woche.

Danach sollte eine Förderung von Versicherungen gegen Wetterrisiken in der GAK zumindest solche Versicherungen berücksichtigen, die derzeit aufgrund sehr hoher Kosten für die Betriebe wirtschaftlich nicht tragbar seien. Auf diese Weise könne Abhilfe geschaffen und auf eine langfristige Etablierung von Versicherungen ohne Förderung hingewirkt werden, so die Agrarstaatssekretäre.

Bislang hatte der Bund eine Förderung über die GAK abgelehnt. Der rheinland-pfälzische Landwirtschaftsstaatsekretär Andy Becht begrüßte den Beschluss. „Die Ampel blinkt“, so der FDP-Politiker. Rheinland-Pfalz habe in den vergangenen Jahren immer wieder verlangt, das Risikomanagement zu erweitern und den Bund um Unterstützung gebeten, leider ohne Erfolg. Umso erfreulicher sei es, dass nun alle Länder in dieser Frage einig seien; so Becht. Jetzt sei die Bundesregierung am Zug, die GAK in diese Richtung weiterzuentwickeln und im Rahmen der Anpassung an den Klimawandel deutlich stärker mit Finanzmitteln auszustatten.


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