Landkreis Vechta weist höchste Ammoniakwerte Deutschlands auf

Der Landkreis Vechta ist die am stärksten durch Ammoniakemissionen belastete Region in Deutschland. Danach folgen die Landkreise Cloppenburg, Grafschaft Bentheim, Borken und das Emsland. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion hervor.

Gülledüngung (Bildquelle: Bröker)

Der Landkreis Vechta ist die am stärksten durch Ammoniakemissionen belastete Region in Deutschland. Danach folgen die Landkreise Cloppenburg, Grafschaft Bentheim, Borken und das Emsland. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung ( 19/2968 ) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/2415) zur Reduzierung von Ammoniak und Nitrat in der Landwirtschaft hervor.

Danach hätten Berechnungen des Johann Heinrich von Thünen-Instituts basierend auf Daten aus dem Jahr 2016 für Vechta eine flächenbezogene Ammoniakemission von 15 Tonnen pro Quadratkilometer ergeben. Für Cloppenburg seien elf Tonnen pro Quadratkilometer und für die Grafschaft Bentheim, für Borken und das Emsland jeweils sieben Tonnen berechnet worden.

Weitere Regionen folgen mit niedrigeren Emissionswerten. Die Regierung weist allerdings darauf hin, dass die Angaben zu den Ammoniakemissionen der Landwirtschaft in den Kreisen nur eine Schätzung auf Basis der verfügbaren Daten, plausibler Annahmen und Emissionsmodellen seien.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Erwin Schmidbauer

Hoffentlich hat sich wenigsten beim JKI kein Rechenfehler eingeschlichen: https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Bessere-Recherche-bei-Bio-Betrugsfaellen-angemahnt-9326810.html

von Paul Maier

Weil exakte Messungen beim Ammonikausstoß sehr schwierig sind wird eben geschätzt.

Aber ein Sprichwort sagt: Schätzen kann fehlen. Besonders bei Fragen um die Umweltbelastung durch die Tierhaltung wird mir viel zu viel mit Schätzungen anstatt mit belegten Fakten gearbeitet. So führt die immer strengere Begrenzung der Ausbringzeiten aufgrund der hohen Aussentemperaturen unweigerlich zu höheren gasförmigen Verlusten und die Behauptungen der Politik, wie auch der Landtechnikhersteller zum Einsparpotential von (beinahe unbezahlbarer) Ausbringtechnik kann jeder im Vorbeifahren mit der Nase testen und wird so seine Zweifel bekommen. Bei kühlen Temperaturen und möglichst noch Nebel sind meiner Meinung nach die Verluste bei breitflächiger Verteilung viel geringer als wenn mit teuerster Technik bei hohen Temperaturen sofort eingearbeitet wird. Aber weil Praktiker von solchen Entscheidungsprozessen schon lange ferngehalten werden und durch reine Theoretiker ersetzt wurden, haben wir nun die neue DüVO, die vielen noch lange nicht scharf genug ist und am Ende wegen o.g. Gründe sogar zu einer Verschlechterung der Situation führen könnte.

von Michael Behrens

Plausibel?!

Weil es rechnerisch plausibel ist, muss es ja so sein! Mal sehen welche NGO diese Behauptung als erstes für sich nutzt?

von Wilhelm Gebken

Die Überschrift passt nicht zum Inhalt

MfG

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