Landvolk Niedersachsen

Nitratmessnetze in Niedersachsen auf dem Prüfstand

Fragwürdige Nitrat-Messergebnisse, riesige Grundwasserkörper und ein schwer nachvollziehbares Berechnungsmodell. Nicht nur betroffene Landwirte fragen sich: Läuft da alles richtig?

Das Landvolk Niedersachsen will klären, auf welcher fachlichen Basis Nitratmessnetze und Grundwasserkörper ausgewiesen wurden. Insgesamt zwanzig Kreisverbände haben dazu ein hydrogeologisches Gutachten in Auftrag gegeben. Es soll Folgendes klären:

  • Entsprechen die Messstellen den in Deutschland gültigen fachlichen Standards?
  • Auf welcher fachlichen Grundlage wurden die Nitrat-Messstellen ausgewählt und die Grundwasserkörper ausgewiesen?
  • Wie belastbar ist der Algorithmus, mit dessen Hilfe die Grundwasserkörper bewertet wurden?
  • Worin unterscheiden sich jene Messnetze von anderen EU-Staaten, deren Daten an die EU-Kommission gemeldet werden.

Um diese Fragen zu beantworten, arbeitet das beauftragte hydrogeologische Planungsbüro eng mit dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) zusammen und wertet Daten des NLWKN aus. Ziel ist, gemeinsam die beste fachliche Lösung zu finden. Mittlerweile hat auch das Landesumweltministerium sein Interesse an den Ergebnissen bekundet.

Erste Ergebnisse sind im Frühjahr 2020 zu erwarten.

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Die Bauern in Niedersachsen haben laut Albert Schulte to Brinke ein Recht darauf zu erfahren, aus welchen Gründen einzelne Messstellen als rot ausgewiesen werden. Der Verband droht mit einer Klage.

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Diskussionen zum Artikel

von Josef Putz

Bin schon der Meinung, dass sich in den letzten 30 Jahren einiges getan hat hinsichtlich Zwischenfruchtbau, Begründungen, Mineraldüngereinsatz, Humusaufbau (NST fixierung)... Allerdings die Bevölkerung und deren Ausscheidungen haben sich schon gewaltig erhöht. Wenn ich nun bedenke, ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Und noch dazu.

Messstellen neben einem Friedhof seien nicht ganz optimal, das nenne ich verharmlosende Sprache vom Betrug, wenn denn derartige Ungereimtheiten mit in die Bewertung eingehen.

von Wilhelm Grimm

Na ja, Gerhard Steffek,

über diesen Betrug haben wir schon oft geredet. Nichts ist passiert. Aber Messstellen am Friedhof können gut oder schlecht sein, je nach Güte des Ahnensaftes. Entschuldigung: Aber wer kann bei diesen Nitratarien immer ernst bleiben.

von Gerhard Steffek

Julia Klöckner

hat heute im Morgenmagazin eingestanden, daß es nicht ganz optimal ist, wenn Grundwassermeßstellen herangezogen werden, die z.B. direkt neben einem Friedhof liegen. Hier können nämlich die Grundwasserwerte gewaltig durch diesen "versaut" werden. Es mag zwar richtig sein, diese ... mehr anzeigen

von Norbert Scheppach

sorry

aber das ist doch Unfug. Selbst, wenn es "Unschärfen" gibt, ist das Phänomen Grundwasserbelastung vorhanden und gefährlich. Die Landwirtschaft weiss das spätestens seit den 1980er Jahren und hat wenig unternommen. Jetzt wird es halt etwas heftiger (30 Jahre verpennt, da muss es jetzt ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Auf das Landvolk ist Verlass,

auf die Politik nicht !!!

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