Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern erwarten unterdurchschnittliches Jahr

Nach dem schwierigen Jahr 2017 gehen die Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern mit gedämpften Erwartungen ins neue Jahr. Für 2018 rechnet der Landesbauernverband erneut mit einem unterdurchschnittlichen Jahr für die Landwirtschaft. Laut Bauernpräsident Detlef Kurreck seien die extrem hohen Regenmengen immer noch Thema.

Getreide im Wasser (Bildquelle: top agrar)

Nach dem schwierigen Jahr 2017 gehen die Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern mit gedämpften Erwartungen ins neue Jahr. Für 2018 rechnet der Landesbauernverband erneut mit einem unterdurchschnittlichen Jahr für die Landwirtschaft.

Laut Bauernverbandspräsident Detlef Kurreck seien die extrem hohen Regenmengen immer noch Thema unter den Bauern, berichtet der NDR. Bis zu 15 Prozent der Fläche für Wintergetreide hätten sie demnach im Herbst nicht bestellen können, weil es zu nass war. Die Strukturschäden auf dem Acker seien immens, so Kurreck. Und in sechs Wochen stehe bereits der Aussaattermin für die ersten Sommerkulturen bevor.

Zur Errichtung von provisorischen Güllelagern liegen laut dem Bauernverbandspräsidenten bisher nur fünf Anträge bei den Behörden vor. Die meisten Landwirte nutzten freie Kapazitäten bei Berufskollegen und transportierten viel Gülle, die im Herbst nicht ausgebracht werden konnte, hin- und her, so der Präsident. Er fordert als Lehre aus dem vergangenen extremen Jahr mit erstmals deutlich eingeschränkten Düngezeiten als Vorgaben mehr fachliche Aspekte und weniger starre Termine.

Aktionen zur Grünen Woche

Mit Blick auf die am 18. Januar beginnende Grüne Woche in Berlin kündigte der Bauernverband an, auf die Gegendemo zur Berliner Aktion "Wir haben es satt" zu verzichten. In diesem Jahr wollen Landwirte den Menschen unter dem Motto "Deutschland blüht auf" an mehreren Orten ihren Einsatz für den Artenreichtum in der Natur dokumentieren, zitiert der NDR weiter. Im Nordosten sind Aktionen in Einkaufscentern in Schwerin, Rostock und Neubrandenburg geplant.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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