Landwirtschaftliche Verbände legen Zukunftsstrategie Ackerbau vor

Gemeinsam haben die fünf Verbände des Zentralausschusses der Deutschen Landwirtschaft (ZDL) eine Zukunftsstrategie für den Ackerbau entwickelt und vorgestellt.

Saatbettkombination (Bildquelle: Tigges)

Gemeinsam haben die fünf Verbände des Zentralausschusses der Deutschen Landwirtschaft (ZDL) eine Zukunftsstrategie für den Ackerbau entwickelt und vorgestellt. Für DBV, DLG, DRV, den Verband der Landwirtschaftskammern (VLK) und den Gartenbaubauverband ZVG stehen bei der nachhaltigen Ausrichtung der Betriebe der Erhalt der Wirtschaftlichkeit, die Ressourcenschonung und die gesellschaftliche Akzeptanz gleichermaßen im Fokus.

Ziel ist es, eine modernere, effizientere und nachhaltigere Landbewirtschaftung in Deutschland zu etablieren. Hierfür setzen sich die Verbände in der Strategie acht Kernziele und schlagen 18 konkrete Ansätze und Maßnahmen vor. Die Verbände leisten hiermit einen aktiven Beitrag zur Debatte um die zukünftige Ausrichtung der deutschen Landwirtschaft.

Wie DBV-Präsident Joachim Rukwied am Montagmittag sagte, soll die Strategie ein Instrumentenkasten für die Zukunft des Ackerbaus sein. Und DLG-Präsident Hubertus Paetow ergänzte, dass damit die Weichen für eine nachhaltige Entwicklung der modernen Landwirtschaft in Deutschland gestellt seien. Leitbild sei der integrierte Pflanzenbau, den die Praxis um die verantwortungsvolle Nutzung moderner Technologien erweitern wolle. Grundvoraussetzung dafür seien wissenschaftlich gewonnene Antworten auf die komplexen Fragestellungen und Herausforderungen aus Produktion, Umwelt und Gesellschaft, sagte Paetow.
 
Es geht laut den verbänden unter anderem darum, die Bevölkerung mit hochwertigen Nahrungsmitteln zu versorgen, die Fruchtbarkeit der Böden zu erhalten und gleichzeitig die Biodiversität zu fördern. Qualität und Erträge der Ernten seien nur dann zu gewährleisten, wenn der Schutz und die Ernährung der Pflanzen sichergestellt werden können.

Auch im Bereich Pflanzenzüchtung und Landtechnik sind nach Ansicht der Verbände Innovationen erforderlich. Durch die Anlage von Gewässerrandstreifen, eine deutliche Ausweitung von Blühflächen und Bienenweiden sowie den Schutz von Ackerflächen vor Versiegelung wollen sie die Biodiversität und Artenvielfalt fördern. Das geht nur, wenn Forschungsergebnisse auch in die Arbeit der Landwirte einfließen: „Praxisorientierte Forschung zusammen mit Wissenstransfer über Bildung und Beratung, und damit sach- und fachkundige Betriebsleiter, sind die Schlüsselfaktoren zur nachhaltigen Entwicklung des Ackerbaus“, so Gerhard Schwetje, Präsident des Verbandes der Landwirtschaftskammern.

Bild: DBV
 
Die Zukunftsstrategie Ackerbau finden Sie unter www.bauernverband.de/ackerbaustrategie-2018.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

Schreiben Sie Alfons Deter eine Nachricht

Die Redaktion empfiehlt

Acker & Agrarwetter / News

Ackerbaustrategie soll im Herbst vorliegen

vor von Stefanie Awater-Esper

Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) will bis zum Herbst 2018 die im Koalitionsvertrag vereinbarte Ackerbaustrategie vorlegen. Die bereits vorgestellte Minimierungsstrategie für Glyphosat wird ...

Arbeiten auf einer 840.000-Hektar-Farm

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

von Wilhelm Grimm

Glückwunsch, zusammen sind wir stärker !

Gut gemacht, steht aber leider nicht im Einklang mit Stegemann und Klöckner. Da bleibt noch viel Arbeit

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen