EU-Krisenmanagement

Lenarcic: „EU muss Landwirtschaft umstellen“

Dürren und Überschwemmungen in der Landwirtschaft mit widerstandsfähigen Züchtungen begegnen. Dies schlägt der EU-Kommissar für Krisenmanagement vor.

Die EU soll sich mit neuen Pflanzenzüchtungen auf die Folgen des Klimawandels einstellen schlägt die Brüsseler EU-Kommission vor.

„Europa muss die Landwirtschaft umstellen und widerstandsfähige Pflanzen anbauen, die Trockenheit besser aushalten“, sagte der EU-Kommissar für Krisenmanagement, Janez Lenarcic, anlässlich seines Besuches in Berlin in einem Interview mit der Funke Mediengruppe.

Der EU-Kommissar für Krisenmanagement, rief die Politiker Europas dazu auf, Vorbereitungen auf unvermeidbare Folgen des Klimawandels zu ergreifen.

Bestätigt sieht sich der slowenische EU-Kommissar durch den in der vergangenen Woche veröffentlichten Report der Europäischen Umweltagentur (EEA).

Die in Kopenhagen ansässige EU-Umweltagentur hatte aufgezeigt, dass manche Folgen des Klimawandels in der EU bereits unausweichlich seien. Die EEA rechnet mit längeren Dürreperioden in den Sommermonaten und häufigeren Waldbränden über den gesamten Jahresverlauf.

„Die EU-Staaten müssen sich darauf einstellen und alles daransetzen, die Erderwärmung abzubremsen", forderte die EEA.

Mehr Trockenperioden und Überschwemmungen treffen Landwirtschaft

So komme dem Schutz vor Überflutungen im künftigen Krisenmanagement ein zentrales Element zu. Dabei müsse die EU gezielt in neue Techniken beim Bau von Deichen investieren.

Der slowenische EU-Kommissar zeichnet ein düsteres Bild: „Es ist zu spät, alle negativen Folgen des Klimawandels noch zu verhindern“, argumentiert Lenarcic. „Gravierende Folgen wie der Anstieg des Meeresspiegels werden auf uns zukommen. Es wird in Europa häufiger zu Überflutungen und gleichzeitig in anderen europäischen Regionen zu massiver Trockenheit kommen“.

Die europäische Landwirtschaft werde sich entsprechend auf Dürren und nachfolgenden Überflutungen an demselben Ort einstellen müssen.

Globale Erderwärmung deutlich unter 2 Grad halten bleibt das Ziel

Die Hoffnung für Europa bestehe darin, alles zu unternehmen im Sinne des von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen aufgezeigten „Europäischen Green Deal“, die globale Erderwärmung deutlich unter 2 Grad zu halten, wie es das Pariser Klima-Abkommen vorsehe.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will die EU bis 2050 „klimaneutral“ machen. Dann sollen alle Treibhausgase vermieden oder gespeichert werden, um die Erderwärmung zu bremsen. Der Landwirtschaft komme hierbei eine Schlüsselrolle zu, betonte Lenarcic.


Diskussionen zum Artikel

von Josef Doll

Kann man das ganze auch

anders sehen ?? Zum Beispiel : Ist der Ertrag nicht mehr sicher ist auch die Versorgung nicht mehr sicher. Das ist bei einem Euro -Land nicht weiter schlimm den im Notfall kann man sich ja mit Hilfe von diesem im sicher Versorgen. Nur wie ist das wenn auch die USA und oder Russland mal ... mehr anzeigen

von Albert Maier

Wieviele...

.... Beratungsunternehmen hat UvdL für diesen blödsinnigen Green Deal diesmal beauftragt??

von Wilhelm Grimm

Die EU-Kommission ist der Gehirnwäsche der NGOs auf den Leim gegangen

und befolgt sehr gezielt deren Geschäft zu Lasten der Landwirtschaft, wie es soeben auch Thomas und Helmut Gahse beschrieben haben. Landwirte haben sich seit 10000 Jahren immer wieder neuen Herausforderungen stellen müssen. Heute haben Landwirte nicht mehr die Möglichkeit, auf ... mehr anzeigen

von Thomas u. Helmut Gahse GbR

Die EU müsste endlich mal wieder den Vorwärtsgang einlegen,

z. B. die neuen Züchtungstechniken ermöglichen, und nicht durch Blockade die Zeit verschlafen. Oder sogar durch falsche Entscheidungen (Glyphosatverbot) notwendige Anpassungen an den Klimawandel, wie Mulch- und Direktsaat, zu erschweren wenn nicht sogar zu verhindern.

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