Mechanische Unkrautkontrolle

Mais: Vorteile durch Hacken? Plus

Auf Standorten ohne Erosionsgefahr kann die mechanische Unkrautkontrolle die chemischen Maßnahmen sinnvoll ergänzen. Dass Hacken sogar die Erträge steigern kann, zeigen neue Versuche.

Erste Hirsen sind gegenüber Herbiziden wie Motivell forte, Maister power und Cato bereits resistent. Daher gilt es, höchsten Wert auf ein funktionierendes Resistenzmanagement zu legen. Dies kann über Spritzfolgen oder auf nicht erosionsgefährdeten Standorten über eine wechselnde Nutzung von chemischen und mechanischen Maßnahmen erfolgen.

Erlauben es die Witterung und die Bodenverhältnisse, kann eine mechanische Unkrautkontrolle in Betracht kommen. Dafür ist – wie auch beim Einsatz von Herbiziden – ein gleichmäßig rückverfestigter Acker ein Muss. Wer die Böden im Frühjahr pflügt oder tief bearbeitet, sollte sie daher über Packer/Walzen wieder gut rückverfestigen. Ohne diese Maßnahme sinken die Legeaggregate zu tief in den Boden ein. Dies gilt besonders für leichtere Böden. Die Folge davon ist, dass das Unkraut im Bereich der Druckrollen zwar zügig aufläuft, in den aufgedrückten Hügeln hingegen später und verzettelt.

Ein weiterer Effekt einer guten Rückverfestigung ist, dass sich dadurch die Wirkbedingungen für eingesetzte Herbizide erheblich verbessern. Praxiserfahrungen zeigen, dass sich auf gut rückverfestigten Böden mit 60% Aufwandmenge eines Herbizids mehr erreichen lässt, als mit 100% auf lockerem Untergrund.

Welche Strategie ist am besten?

Das sogenannte Blindstriegeln kann man durchführen, bis der Mais zu keimen beginnt. Im Nachauflauf des Maises können Sie zwar noch striegeln, müssen dann allerdings Pflanzenverluste von 5 bis 10% kalkulieren. Genereller Nachteil des Striegels: Auf leichten Böden steigt die Anfälligkeit der Böden gegenüber Winderosion.

Vermeiden lassen sich Pflanzenverluste, wenn man zwischen den Reihen hackt. Im Prinzip ist das vom Auflauf bis 60 cm Wuchshöhe des Maises möglich. Die Rahmenhöhe der Hacke ist dabei der begrenzende Faktor.

Zu berücksichtigen ist, dass auf Flächen, auf denen der Mais 6-reihig gelegt wird, nicht 8-reihig gehackt werden kann. Zusätzlich müssen die Abstände der Säaggregate des Maislegegerätes gleichmäßig bei 75 cm liegen. In der Praxis variieren die Abstände aber häufig durchaus zwischen 70 und 80 cm – das fällt dann beim Hacken auf. Trivial, aber...

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Diskussionen zum Artikel

von Hermann Kamm

Bei meiner Semesterarbeit

vor fast 30 Jahren hatte ich das gleiche Thema. Mais hacken, chemischer Pflanzenschutz und gar keine Unkraut Behandlung. Fazit war mit chemischer Behandlung 43% höherer Ertrag. Also liebe Top Agrar kommt bitte nicht mit alten Kamellen daher! Die unseren Ertrag schmälern, wir Landwirte ... mehr anzeigen

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