Nachgefragt

Maislabyrinthe-Anbieter reagieren unterschiedlich auf die Corona-Einschränkungen

Wie Anbieter von Maislabyrinthen mit der diesjährigen Situation umgehen, hat das Maiskomitee erfragt. Hier einige Stimmen aus der Praxis.

Seit vielen Jahren gehören Maislabyrinthe zu den festen Ausflugszielen vor allem von Familien. Sie bieten spannende Unterhaltung und Informationsangebote rund um landwirtschaftliche Themen. Ob sich die Coronapandemie auf das touristische Angebot auswirken könnte, wollte das Deutsche Maiskomitee e. V. (DMK) in einer kleinen Umfrage herausfinden. Die Antworten waren sehr unterschiedlich:

Das „Irrlandia“ in Storkow nahe Berlin meldet auf seiner Website, dass zwar coronabedingt etwas später eröffnet wird, den traditionellen, 2 ha großen Mais-Irrgarten wird es ab dem 4. Juli aber wie gewohnt geben. Der Spargelhof Klaistow südwestlich von Berlin wird dagegen sein vielbesuchtes Maislabyrinth in diesem Jahr nicht anbieten.

Aus Bayern sind eher positive Signale zu vernehmen. Der Familienbetrieb Hofreiter plant, seine zwei Maislabyrinthe nahe München ab dem 10. Juli zu öffnen. Auch der Irrgarten Straubing möchte am 24. Juli mit drei Labyrinthen auf 10 ha Fläche wie gewohnt eröffnen. Wie auch das Ex Ornamentis am Ammersee, dort will man ab dem 15./20. Juli das Labyrinth aus einer Mischung von Sonnenblumen, Hanf, Mais, wilder Malve u.a. zugänglich machen.

Das Ditzinger Maislabyrinth nahe Stuttgart wird es in diesem Jahr nicht geben. Auf der Website ist zu lesen, dass man sich aufgrund der gegebenen Umstände entschieden habe, dieses Jahr kein Maislabyrinth zu errichten. Auch der Erdbeerhof Münch im hessischen Groß Umstadt meldet, wegen der Corona-Pandemie auf das Einrichten eines Maislabyrinthes zu verzichten. Man sieht das Einhalten der Abstandsauflagen nach den derzeitigen Bestimmungen als nicht kontrollierbar an.

Der Bergerhof nahe Köln dagegen freut sich auf die Besucher: „Wir werden ganz normal trotz Corona ein Maislabyrinth anbieten. Die Kinder mussten in diesem Jahr schon so viel verzichten und Einschränkungen in Kauf nehmen, da wollen wir unseren kleinen Besuchern Freude machen und ihnen wie jedes Jahr die Möglichkeit bieten, unser Labyrinth zu besuchen.“ Auch beim Irrgarten Zwillbrock im Münsterland hat man mit den Vorbereitungen begonnen, wartet aber mögliche Entscheidungen ab: „Wir haben von öffentlicher Seite noch keine Auskunft bekommen, wie wir es handhaben können/sollen. Wir bereiten alles vor, dass wir öffnen können, werden uns aber Anfang Juni konkret entscheiden, ob wir die Auflagen erfüllen können.“ Das Maislabyrinth auf der Nordseeinsel Föhr wird voraussichtlich ab 12. Juli für Besucher geöffnet sein.

Angesichts der Ungewissheit ist es vor dem Besuch eines Maislabyrinths angeraten, im Internet oder telefonisch Auskunft einzuholen. Das DMK stellt auf seiner Seite www.maiskomitee.de/Service/Unterhaltung/Labyrinthe Infomaterial zur Verfügung sowie einen Link zu dem Informationszentrum für die Landwirtschaft Proplanta, das auf seiner Website eine Umkreissuche für die Angebote in Deutschland anbietet.


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