Marktanteile der SDHI-Fungizide deutlich gestiegen

Der Einsatz von Fungiziden mit Wirkstoffen aus der Gruppe der Carboxamide, auch SDHI-Fungizide genannt, hat in Europa im vergangenen Jahr deutlich zugenommen. Der Marktanteil der neuen SDHI-Produkte am gesamten Markt für Getreidefungizide wuchs in Deutschland von zuvor 16 % auf 25 %.

Der Einsatz von Fungiziden mit Wirkstoffen aus der Gruppe der Carboxamide, auch SDHI-Fungizide genannt, hat in Europa im vergangenen Jahr deutlich zugenommen. Der Marktanteil der neuen SDHI-Produkte am gesamten Markt für Getreidefungizide wuchs in Deutschland von zuvor 16 % auf 25 %, in Großbritannien von 5 % auf 13 %, in Irland von 9 % auf 17 % und in Österreich von 26 % auf 39 %. Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage der Kleffmann Group unter insgesamt 4 500 Landwirten mit Getreideanbau in diesen vier EU-Ländern, in denen aktuell die neuen Fungizide zugelassen sind.

Wie das Marktforschungsunternehmen vergangene Woche zu der Erhebung weiter berichtete, finden die SDHI-Produkte insbesondere beim Anbau von Wintergerste Anwendung. So wurde gemäß der Umfrage in Österreich fast die Hälfte der mit Wintergerste bestellten Fläche mit einem solchen Fungizid behandelt. In Deutschland betrug dieser Anteil 39 %, in Irland 24 % und in Großbritannien 19 %. Geringer sind die Marktanteile beim Winterweizen; in Deutschland wurden diese Pflanzenschutzmittel hier auf einem Viertel der betreffenden Fläche eingesetzt, in Großbritannien auf 13 %, in Irland auf 14 % und in Österreich auf 39 %.

SDHI-Fungizide werden eingesetzt gegen pilzliche Schaderreger. Ihre Wirkstoffe aus der Gruppe der Carboxamide wirken laut Kleffmann Group ähnlich wie Strobilurine überwiegend protektiv und führen zu einem Greeningeffekt.

Würden die Landwirte nach den Gründen für den Einsatz von SDHI-Funiziden gefragt, werde deutlich, dass diese bei ihrer Kaufentscheidung häufig Empfehlungen unabhängiger Berater oder denen des Handels folgten, erklärte das Marktforschungsunternehmen außerdem. Insbesondere in Großbritannien und Irland hätten Empfehlungsgeber und Beratung einen großen Einfluss auf die Produktauswahl. (AgE/ad)

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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