Rekordernte

Mehr Süßlupinen und Sojabohnen geerntet

Vor allem Erbsen (+18 %) und Süßlupinen (+32 %) profitierten vom guten Aussaatwetter dieses Jahr. Die Sojafläche blieb stabil, die Ackerbohnenfläche schrumpfte indes um 2 %.

Deutschland fährt in diesem Jahr eine Rekordernte an Hülsenfrüchten ein. Das liegt vor allem an den teils deutlich größeren Anbauflächen, denn die Erträge waren nicht bei allen Hülsenfrüchten gut. Das hat die UFOP am Dienstag mitgeteilt.

Die Bauern haben demnach den Anbau von Futtererbse und Co. zur Ernte 2021 insgesamt um 11 % auf 219.000 ha ausgedehnt. Und das, obwohl es im Frühjahr laut Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) weniger Entscheidungsspielraum für die Erzeuger gab als im Vorjahr.

Die Winterungen zur Ernte 2021 waren wieder zur alten Größe ausgedehnt worden, weil das Aussaatwetter passte. Dennoch entschieden sich die Landwirte zu mehr Leguminosen: Vor allem Erbsen (+18 %) und Süßlupinen (+32 %) profitierten. Die Sojafläche blieb stabil, die Ackerbohnenfläche schrumpfte indes um 2 %.

Die Bedingungen für Aufwuchs und Hülsenbildung waren gut, doch der verregnete Sommer kostete in diesem Jahr vor allem bei den Futtererbsen Ertrag, so die UFOP weiter. So wurden mit 301.000 t nur 1 % mehr Erbsen gedroschen als im Vorjahr. Auch die Ackerbohne litt unter dem schlechten Wetter, so dass mit 223.000 t rund 6 % weniger geerntet wurden als 2020.

Einen großen Zuwachs verzeichnen die Sojabohnen, die bei gleicher Fläche mit 104.000 t eine rund 14 % größere Ernte erwarten lassen. Unbeeindruckt vom regenreichen Sommer zeigten sich die Süßlupinen, die auf ihren zumeist trockenen Standorten erstmals seit Jahren wieder optimale Bedingungen erlebten. Mit einem Ertragsplus von 13 % liegt das Erntevolumen bei schätzungsweise 53.000 t; dies wäre ein Plus von 56 % gegenüber dem Vorjahr.

Grafik

Ernte der wichtigsten Hülsenfrüchte in Deutschland (Bildquelle: Destatis)


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